NEWS-Interview mit Wolfgang Schüssel: "Die ÖVP braucht keine jammernden Propheten." - Vorausmeldung zu NEWS 52-53/98 vom 23.12.98

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS nimmt Vizekanzler Wolfgang Schüssel erstmals ausführlich zur schwelenden Obmanndebatte in der ÖVP Stellung: "Ich war während des EU-Vorsitzes in der Innenpolitik nicht absent. Aber ich war zum Teil an der Belastungsgrenze. Wer das nicht begriffen hat, der tut mir leid. 1999 werde ich mich verstärkt um die Innenpolitik kümmern. Ich mache das gerne, vorausgesetzt der Parteitag wählt mich." Seine eigenen Bedingungen für die Wiederkandidatur definiert der Vizekanzler so:
"Ich habe mich nie persönlich verraten, aufgeben oder verstellen müssen. Das werde ich weiter so halten. Die Leute wollen von uns Hoffnung in einer schwierigen Zeit. Und nicht dauernd selbstquälerische Zweifel. Oder Botschaften, daß wir einander nicht mögen."

In der Folge kritisierte Schüssel die "jammernden Propheten" in der ÖVP und macht klar, wer künftig seine Bündnispartner sind: "Meine Bündnispartner sind die kleinen Leute in der Partei, die das genauso wie ich sehen. Vielleicht anders als manche in der mittleren Klasse, die sich als jammernde Propheten ergehen und glauben, das beeindruckt die Wähler. Jeder soll daran denken, was der Sache nützt. Deswegen verstehe ich manche Wortmeldungen nicht. Kritik äußert man dem Betroffenen gegenüber, macht sie aber nicht ständig öffentlich. Wen interessiert das schon?"

Für die Zukunft der ÖVP seien Menschen gefordert, "die für die Politik brennen, die nicht in der Vergangenheit leben die Konflikte der letzten zwanzig Jahre repetieren, ihre Sentiments oder Ressentiments kultivieren."

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