Vladyka: VP-Vorhaben des Kinderbetreuungsscheck soll funktionierendes System auflösen

Privatwirtschaftliche "Goldgräberstimmung" hat bei der Kinderbetreuung nichts zu suchen

St. Pölten, (SPI) - "Bei Einführung des Kinderbetreuungsscheck würden Schritt für Schritt das bestehende Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeblutet werden und schlußendlich zusammenbrechen. Dies ist nun auch in detaillierten Studien von Fachleuten nachzulesen", stellt SP-Landtagsabgeordnete Christa Vladyka heute fest. Die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen wären einem Verteuerungsdruck ihrer Leistungen ausgesetzt, der letztendlich nur wieder auf die Eltern abgewälzt werden könnte. Qualitativ bei weitem nicht so hochwertige "Betreuungsmodelle" würden wie die Pilze aus dem Boden schießen, wobei auch hunderte Arbeitsplätze im Bereich der öffentlichen Kinderbetreuung gefährdet wären. "Eine privatwirtschaftliche "Goldgräberstimmung" hat bei der Kinderbetreuung wirklich nichts zu suchen", so Vladyka.****

"Der offensichtlich schwarz-blaue Schulterschluß in Sachen Familienpolitik - Jörg Haider und VP-Minister Bartenstein bewerben nahezu das gleich Modell - ist signifikant für eine
erzkonservative Einstellung in Sachen Familienpolitik. Wir
brauchen keinen neuerlichen Entscheidungszwang der Frauen und Mütter zwischen Kind oder Beruf, sondern umgehend bessere Rahmenbedingungen für die Zeit von der Geburt bis zum Schuleintritt. Wir brauchen mehr Flexibilisierung in der
Karenzzeit, ein Karenzzeitkonto, mehr Möglichkeiten der Teilzeitarbeit für junge Eltern und einen umfassenden und bedarfsorientierten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für jedes Lebensalter", so Vladyka abschließend.
(Schluß) fa

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