Alkohol: Hände weg vom Steuer! Schon ein Glas Glühwein kann zuviel sein

Wien (OTS) - Unfallbilanz 1998 bis jetzt positiv - heuer vorläufig 'nur' 913 Tote-angestrebtes Ziel 'heuer unter 1.000 Tote' kann wahrscheinlich deutlich erreicht werden!

Das KfV wünscht allen friedliche und unfallfreie Festtage! =

Dazu ist es aber nötig, daß sich jeder auf seine
Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber besinnt und sich nach dem Genuß von Alkohol nicht ans Steuer setzt. Im Gefolge der Einführung der 0,5-Promille-Grenze Anfang des Jahres wurden auch die Strafen in höheren Alkoholisierungsgraden gestaffelt und am 21. Juli empfindlich erhöht.

- So drohen ab 1,2 Promille 12.000 bis 60.000 öS Geldstrafe, der Führerschein wird für mindestens drei Monate entzogen. Außerdem wird auch eine 'Nachschulung' im Ausmaß von sechs jeweils etwa dreistündigen Kurssitzungen angeordnet. Die Kosten hat der Alkolenker selbst zu tragen. Berufungen gegen die Anordnung der Nachschulung haben keine aufschiebende Wirkung. Wer die Anordnung nicht befolgt, dem wird der Schein so lange entzogen, bis er dieser Anordnung nachkommt.

- Ab 1,6 Promille beträgt der Strafrahmen 16.000 - 80.000 öS, der Füh-rerschein ist jedoch in jedem Fall für mindestens vier Monate weg. Eine Nachschulung ist obligat. Zusätzlich werden sowohl eine amtsärztliche als auch eine verkehrspsychologische Untersuchung angeordnet.

Übrigens: Eine Verweigerung des Alkoholtests wird einem gemessenen Blutalkoholgehalt von mehr als 1,6 Promille gleichgesetzt und zieht auch die selben Entziehungsfolgen nach sich.

In diesem Zusammenhang fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit die zuständigen Behörden auf, darüber nachzudenken, in Fällen hoher Alkoholisierung oder im Wiederholungsfall auch ein Lenkverbot von Mopeds und Leicht-Kfz - wie das bereits in einigen Bundesländern mit Erfolg praktiziert wird - auszusprechen.

Generell gilt die 0,5-Promille-Grenze. Wer mit einem Blutalkoholwert von mehr als 0,5 Promille hinter dem Steuer angetroffen wird, hat mit folgenden rechtlichen Konsequenzen zu rechnen:

- Bei einem Blutalkoholgehalt zwischen 0,5 und 0,79 Promille wird eine Geldstrafe im Ausmaß von 3.000,- bis 50.000,- Schilling verhängt. Der Führerscheinentzug wird beim ersten Mal angedroht. Der Schein ist bei einem neuerlichen Verstoß innerhalb eines Jahres für mindestens drei Wochen weg. Bei einem dritten Verstoß binnen Jahresfrist wird der Führerschein für mindestens vier Wochen entzogen.

- Wer mit einem Blutalkoholgehalt von 0,8 bis 1,19 Promille angetroffen wird, muß mit einer Geldstrafe von 8.000,- bis 50.000,-Schilling rechnen. Der Schein ist auf jeden Fall für mindestens vier Wochen weg.

Diese Alkoholbestimmungen gelten für Besitzer des Führerscheines der Klassen A (Motorräder und Motorräder mit Beiwagen sowie dreirädrige Kfz, die leichter als 400kg sind), B (Kfz mit nicht mehr als neun Sitzplätzen und einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5t, dreirädrige Kfz, die schwerer als 400kg sind sowie unter bestimmten Voraussetzungen Motorräder mit einem Hubraum bis 125ccm und einer Leistung von nicht mehr als 11kW bzw. 15 PS), und G (selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 40km/h und Sonderkraftfahrzeuge) sowie für die Klasse F (Zugmaschinen, Motorkarren, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und selbstfahrende landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen, jeweils mit einer Bauartgeschwindigkeit von maximal 40km/h sowie sogenannte Einachszugmaschinen mit einer Geschwindigkeit bis 25km/h) und Moped ab dem vollendeten zwanzigsten Lebensjahr.

In der Woche vom 14. Dezember bis 20. Dezember 1998 kamen auf Österreichs Straßen 15 Menschen ums Leben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es (nach endgültigen Zahlen) 19. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren 10 PKW-Insassen (davon 9 Lenker) und 5 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (8), Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (2) Übermüdung (2) und Fehlverhalten Fußgänger (2) festgestellt werden. 3 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. 7 der 15 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle". 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 20. Dezember dieses Jahres gab es auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 913 Tote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 1092 Menschen tödlich.

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