AK informiert über den Alltag mit der neuen Währung

Wien (OTS) - Für Konsumenten ändert sich vorerst nichts, wenn
ab 1.1.99 der Euro als offizielle Währung für elf EU Staaten eingeführt wird, beruhigen die AK Konsumentenschützer. Das Geld wird gleich viel wert sein. Es ist nicht notwendig, daß
Konsumenten ihr Konto, Sparbuch oder ihre Verträge umstellen. Die AK warnt: Konsumenten sollen allerdings vorsichtig vor unseriösen Geschäftemachern sein, die einreden, daß Geld könne bei der Euro-Einführung in Gefahr sein. In einer neuen Broschüre "Der Euro kommt! Der Alltag mit der neuen Währung" gibt die AK Tips und Infos. Die AK Broschüre kann kostenlos angefordert werden. Die Bestelladressen: e-mail: bestellservice@akwien.or.at, Telefon:
(01) 310 00 10 301 (bundesweit), Fax: (01) 501 65 2689 DW. ****

Die Konsumentenschützer der AK Wien haben aus aktuellem Anlaß eine Broschüre erstellt, die Konsumenten über Fragen rund um den Euro im Alltag informiert.

Vorerst nichts Neues
In zehn Tagen kommt der Euro als offizielle Währung für elf EU Staaten. Bereits zu Silvester wird der Euro-Kurs mit den genauen Kommastellen unwiderruflich festgelegt. 1 Euro wird knapp 14 Schilling wert sein. Aber er kommt noch nicht mit Münzen und Scheinen in die Geldbörsel der Konsumenten. Vorerst wird der Euro nur als "Buchgeld" (im bargeldlosen Geldverkehr) eingeführt. Bezahlen mit dem Euro können Verbraucher auch im Alltagsleben erst ab 1.1.2002. Die Einführung des Euro ist eine Währungsumstellung und keine Währungsreform, betonen die AK Konsumentenschützer. Das Geld wird gleich viel wert sein.

Konto in Schilling weiterführen
Konsumenten können ihr Konto ab nächstem Jahr in Euro führen lassen, aber es ist keinesfalls notwendig, raten die AK Konsumentenschützer. Die automatische Kontoumstellung erfolgt ohnedies mit 1.1.2002. Wer will, kann auch ab 1.1.99 in Euro Geld überweisen. Die Banken rechnen den jeweiligen Euro Betrag gebührenfrei um, die Kontoführungsgebühren bleiben allerdings. Die Belastung auf ihrem Konto erfolgt in Schilling, der Empfänger bekommt den gewünschten Eurobetrag überwiesen.

Bei Umrechnungen von Euro in Schilling (oder umgekehrt) kann auch eine korrekte Umrechnung zu kleinen Rundungsdifferenzen führen.
Die AK Konsumentenschützer empfehlen daher, Überweisungen oder Schecks immer in der angegebenen Rechnungswährung auszufüllen. Denn lautet eine Rechnung auf 500 Schilling, muß bei einem angenommenen Tauschkurs von 13,8300 zunächst genau in 36,15328994939 Euro umgerechnet werden. Danach wird aber auf- oder abgerundet, im konkreten Fall auf 36,15 Euro. Wird dieser Betrag wieder in Schilling zurückgerechnet, entspricht das nicht ganz dem ursprünglichen Wert.

Keine Gefahr für bestehende Verträge
Bei bestehenden Kredit-, Miet- oder Versicherungsverträgen ändert sich nichts. Bei langfristigen Verträgen müssen Konsumenten bis spätestens Ende 2001 informiert werden, wieviel die vereinbarten Schilling-Beträge in Euro ausmachen, sagt die AK. Neue Verträge können Verbraucher ab 1.1.99 in Euro abschließen, wenn sie wollen. Auch Arbeitsverträge bleiben weiterhin aufrecht, eine Umstellung auf Euro ist nicht notwendig. Auch hier können neue Verträge ab Jänner 99 sowohl in Euro als auch in Schilling abgeschlossen werden. Vor allem ist eine einseitige Änderung des Vertrages durch den Arbeitgeber unzulässig.

Preise doppelt anschreiben
Den Unternehmen steht es frei, ihre Preise schon ab 1.1.99 in Schilling und in Euro anzugeben. Am Regal, im Schaufenster, in der Werbung usw müssen die Preise ab 1. Oktober 2001 - wenn das von
der Bundesregierung versprochene Gesetz kommt -, also drei Monate vor der Euoreinführung, doppelt angegeben werden. Für kleine Handelsbetriebe wird es bei der Doppelpreisauszeichnung Vereinfachungen geben. Konsumenten brauchen Sicherheit, daher muß der diesbezügliche Gesetzesentwurf "Euro-Währungsumstellung" von Wirtschaftsminister Farnleitner raschest eingebracht werden, verlangen die AK Konsumentenschützer.

Achtung vor unseriösen Geschäftemachern
Unseriöse Geschäftemacher nützen bereits jetzt schon die Unsicherheit der Konsumenten aus. Konsumenten sollen kritisch gegenüber Personen sein, die ihnen einen Vertrag oder eine Investition einreden wollen, mit dem Argument, ihr Geld könne bei der Euro-Einführung in Gefahr sein.

Genauere Informationen finden Konsumenten in der AK Broschüre "Der Euro kommt! Der Alltag mit der neuen Währung". Die Bestelladressen lauten: E-mail: bestellservice@akwien.or.at, Telefon: (01) 310 00
10 301 (bundesweit), Fax: (01) 501 65 2689 DW.

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