Kröll: Kreditkartengebühren müssen dringend abgesenkt werden

Anpassung an internationales Niveau notwendig - Beschwerden bei EU-Wettbewerbsbehörde anhängig

Wien (PWK) - Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, wollen
die Kreditkartenunternehmen ihre Aktivitäten nach Einführung des Euro kräftig intensivieren. Diese ehrgeizigen Vorhaben stehen unter keinem guten Stern, wenn die Kartenfirmen in Österreich zwischen 3,5 und 4,8 Prozent an Disagio-Sätzen verlangen, während international Sätze von 0,7 bis 2,9 Prozent üblich sind. Die Provisionssätze im Zahlungsverkehr mit Kreditkarten müssen daher dringend abgesenkt werden, fordert der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll. Besonders schmerzlich für Tourismusunternehmen ist die Verrechnung einer hohen Interchangegebühr von bis zu eineinhalb Prozent. ****

Für Hotels und Restaurants ist es schwer verständlich, warum Umsätze im "Euroland" nach Einführung des Euro weiterhin als Fremdwährungssätze gelten sollen und dafür weiterhin ein Aufschlag von einem Prozent der Rechnungssumme verrechnet werden soll. Internationale Transaktionen im Zahlungsverkehr werden durch die Umstellung auf den Euro für die Kreditkartenorganisationen einfacher und damit kostengünstiger. Diese Ersparnisse müssen von den Kreditkartenorganisationen an die Unternehmen durch Absenkung der Provisionen bzw. Disagio-Sätze weitergegeben werden, verlangt Kröll.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr, vor allem im Geschäftsreiseverkehr, aber auch bei Privatkunden, werde sich nur dann verstärkt durchsetzen können, wenn die Kreditkartenorganisationen wirklich attraktive Angebote für Unternehmen und Kunden schnüren. Die heute üblichen hohen Kosten für die Fremdenverkehrsunternehmer stehen einer breiteren Verwendung von Kreditkarten im Wege, betont Kröll.

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