Drastische Senkung der Luftschadstoffe bei LKW´s

Letzter EU-Umweltrat unter österreichischem Vorsitz

Brüssel/Wien (OTS) - Eine Reihe wichtiger umweltpolitischer
Fragen werden beim letzten EU-Umweltministerrat unter österreichischer Präsidentschaft beraten, der heute, Montag in Brüssel fortgesetzt und von Umweltminister Dr. Martin Bartenstein geleitet wird. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Kennzeichnung von Autos nach ihrem Kraftstoffverbrauch, Maßnahmen gegen Lkw-Emissionen, die Verwertung von Altautos, die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen und der Schutz der
Ozonschicht.

Bartenstein ist zuversichtlich, das Maßnahmenpaket zum Thema Automobile heute abschließen zu können. Einer der größten umweltpolitischen Erfolge unter österreichischer Präsidentschaft sei die freiwillige Vereinbarung der EU mit der europäischen Automobilindustrie über die Einführung des Sechs-Liter-Autos bis spätestens 2008, erinnerte der Minister. Sie werde eine Verringerung des durchschnittlichen Treibstoffverbrauchs um 25 Prozent bringen. Nachdem mit den europäischen Autoherstellern darüber eine freiwillige Vereinbarung geschlossen wurde, erhält die EU-Kommission vom heutigen Umweltministerrat den Auftrag, nun auch die nicht-europäischen Produzenten zu einer solchen Einigung zu bewegen.

Eine bessere Information der Konsumenten bei der Auswahl verbrauchsarmer Fahrzeuge hat eine Richtlinie zum Ziel, für die
der Rat einen Vorschlag vorgelegt hat und die im heutigen Rat auf der Tagesordnung steht. Verbrauchsarme Autos, die weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen, sollen so bessere Marktchancen bekommen.

Mit der Lkw-Emissionsrichtlinie, die ebenfalls heute
beschlossen werden soll, ist das Auto-Öl-l-Programm abgeschlossen, berichtete Bartenstein. Die Emissionen von Luftschadstoffen aus
neu zugelassenen Lkw sollen ab 2000 dadurch um 30 Prozent
verringert werden. "Für das Transitland Österreich ist das von besonderer Bedeutung", unterstrich Bartenstein. Außerdem werde der Beschluß eine nochmalige Verschärfung der Grenzwerte ab dem Jahr 2005 enthalten, die vor allem den Stickoxid- und
Feinstaubemissionen drastisch reduzieren.

Schon gestern abend haben die Umweltminister die weitere Vorgangsweise in der internationalen Klimaschutzpolitik
diskutiert. Bei der Klimakonferenz in Buenos Aires im November hat die Staatengemeinschaft auf Drängen der EU einen Aktionsplan verabschiedet, mit dem für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls zur Verringerung der Treibhausgase ein detaillierter Arbeits- und Zeitplan für klimaschützende Maßnahmen festgelegt wurde.

Beschließen werden die Umweltminister ferner eine Richtlinie
mit Maßnahmen gegen ozonschichtschädigende Substanzen. Damit wird die EU weitere Stoffe in der Landwirtschaft und in der Industrie verbieten, die die Ozonschicht der Erde schädigen. Die EU setzt damit internationale Vereinbarungen um und geht in Teilbereichen über diese sogar hinaus.

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