FV Güterbeförderung hat Klage gegen ÖBB eingebracht

Transporteure setzten sich gegen Anti-Lkw Propaganda rechtlich zur Wehr - Antrag auf einstweilige Verfügung

Wien (PWK) - Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich hat heute, Freitag, beim Handelsgericht Wien Klage wegen unlauteren Wettbewerbs gegen die Österreichischen Bundesbahnen eingebracht, teilt der Vorsteher des Fachverbandes, Komm.Rat Adolf Moser, mit. "Im Sinne unserer Mitglieder können und wollen wir die Lkw-Vernichtungsspielchen des James Bond nicht zur Kenntnis nehmen und setzen uns daher rechtlich zur Wehr." Der Fachverband hat mit der Klage auch einen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung eingebracht, um die laufende Propaganda sofort zu stoppen. ****

"Die Österreichischen Bundesbahnen versuchen in ihrer umfassend angelegten Anti-Lkw-Propaganda den Lkw-Verkehr als Übel darzustellen. Gleichzeitig versuchen sie einer breiten Öffentlichkeit einzureden, daß die Verlagerung des Lkw-Verkehrs von der Straße auf die Schiene problemlos möglich sei. Diese bewußte oder unbewußte Irreführung der Öffentlichkeit muß, aus unserer Sicht, rechtlich von einem ordentlichen Gericht beurteilt werden. Alle namhaften Verkehrsfachleute in Österreich wissen, daß der Lkw-Verkehr nur zu einem geringeren Teil auf die Schiene verlagert werden kann", begründet Moser die Entscheidung: "Wir brauchen keine Feindbilder in der Verkehrspolitik und auf der Straße, sondern eine funktionierende und vernünftige Infrastruktur im Straßen- und Schienenbereich, die eine sachgerechte Bewältigung des Verkehrs insgesamt zuläßt."

Es entspreche sicher nicht den Kriterien des fairen Wettbewerbs, wenn ein Verkehrsträger einen anderen in einer groß angelegten Propagandaaktion diffamiert und mittels Knopfdruck (Stichwort: James Bond) Lkw "entfernen" will. Bedauerlicherweise werde in diesem Zusammenhang auch von der ÖBB verschwiegen, daß sie selbst einer der größten Lkw-Betreiber und Frachtführer in Österreich ist.

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