Einmalig in der Bundesgendarmerie!

Gendarmeriegeneral Mag. Johann Seiser zerrt Vorsitzenden des Zentralausschusses vor Gericht

Wien (OTS) - Die Idee des Gendarmeriezentralkommandos, alle Gendarmen Österreichs mit einem modernen Funktionsgürtel auszurüsten, auf den die Gegenstände des täglichen Bedarfes passen ist der Beginn der leidigen Geschichte.

Ein solches Vorhaben will - gerade im Bundesdienst - natürlich ausführlich erprobt und besprochen sein. Es werden also vom Dienstgeber Muster angefertigt und angefordert und letztlich, so wie in eigentlich allen Belangen im Öffentlichen Dienst üblich, wird die Personalvertretung mit der neuen Idee konfrontiert.

Diese spricht sich auch tatsächlich für einen Cordura -Nylon-Gürtel aus, der von der Beschaffenheit her überaus gut geeignet ist, um Pistolenhalterung, Handschellen, Pfefferspray, Diensttaschen etc. daran zu befestigen.

In der Folge werden vom Gendarmeriezentralkommando tatsächlich Gürtel bestellt und ausgeliefert.

Nur - es paßte entweder gar nichts oder nur das eine oder andere Stück auf die zu breiten Gürtel. Logische Folge davon war ein Kopfschütteln durch die Reihen der Gendarmen Österreichs.

Grund genug für den höchsten Personalvertreter Österreichs, den Gendarmen Alfred Groß, sich hinter die Kollgenschaft zu stellen und die "Sache mit den Gürteln" entsprechend zu kritisieren ... und das nicht ohne Humor.

Wenig Humor beweist daraufhin der diensthöchste Gendarm der Republik. Gendarmeriegeneral Mag. Johann Saiser, der letztlich für diese unerfreuliche und auch finanziell zu hinterfragende Geschichte verantwortlich zeichnet.

Er klagt privat und offensichtlich zutiefst gekränkt, gerade jenen Personalvertreter, der den Unmut der Kollegenschaft auf den Punkt brachte auf Unterlassung und Widerruf (Streitwert öS 220.000,--).

Nun kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung zu einem Thema sein und dies auch kundtun; eines jedoch kann nur als absolut falsch gesehen werden, wenn man seine gegensätzliche Meinung ohne Dialog nur noch in Klagsform und privat zum Ausdruck bringt.

Es handelt sich um ein dienstliches Thema und kein privates, es handelt sich um aufeinanderprallende Ansichten und deren humorige Darstellung und es handelt sich um die Frage, welche Geisteshaltung wohl dahintersteht, wenn berechtigte Kritik nicht mehr zulässig sein soll.

Letztlich ein geradezu erschütterndes Resümee, noch dazu vor dem Hintergrund der in Kürze zu zelebrierenden 150-Jahr Feierlichkeiten der Gendarmerie. Nicht zukunftsweisendes Verhalten und offener Diaolog sind angesagt, sondern beleidigtes und kritikunfähiges Verhalten. Der Versuch, einen Personalvertreter durch eine Privatklage mundtot zu machen - der Weg für die Zukunft?

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