SGL Carbon: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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US-Tochter von SGL CARBON will
US-amerikanische Zivil- und Sammelklagen beschleunigt beenden / Chapter 11-Verfahren beantragt / Schutz gegen unangemessene Forderungen

Die US-Tochter SGL CARBON Corporation, Charlotte/ North Carolina, eine der US-Gesellschaften der SGL CARBON AG, hat am 16.12.1998 einen freiwilligen Antrag auf Einleitung des US-amerikanischen Chapter 11-Verfahrens vor dem zuständigen Gericht im US-Staat Delaware gestellt.

Die Gesellschaft verfolgt damit die Absicht, eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen mit dem Ziel, die seit längerem anhängigen Zivil- und Sammelklagen (class actions) in Zusammenhang mit dem Kartellverfahren beschleunigt zu beenden und sich gegen unangemessene Forderungen zu schützen.

SGL CARBON AG, Wiesbaden, sowie andere Beteiligungsgesellschaften innerhalb und außerhalb der USA sind von dem Verfahren nicht betroffen.

Das US-amerikanische Chapter 11-Verfahren dient unter dem Titel Corporate Reorganization dem Schutz der betroffenen Gesellschaft und wird unter anderem dazu genutzt, unwägbare Risiken US-amerikanischer Zivil-/Sammelklagen (class actions) einzugrenzen bei gleichzeitiger unveränderter Fortführung der operativen Geschäfte durch die Gesellschaft. Die SGL CARBON Corporation hat diesen verfahrenstechnischen Schritt gewählt als effektivste und effizienteste Form, um die anhängigen Zivil-/Sammelklagen so zügig wie möglich zu lösen. In diesem Zusammenhang wurde typisch für das US-amerikanische Chapter 11-Verfahren der notwendige Reorganization Plan einschließlich Finanzierung bereits eingereicht. Dieser enthält einen konkreten Vorschlag, die Verfahren zu angemessenen Konditionen schnellstmöglich mit einem Vergleich abzuschließen.

"Die SGL CARBON Corporation ist finanziell gesund", erklärte Wayne T. Burgess, Präsident der SGL CARBON Corporation, "würden wir nicht mit unangemessenen Forderungen überzogen, hätten wir nicht den Schutz von Chapter 11 in Anspruch genommen. Wir gehen von einer normalen, unveränderten Fortführung unseres operativen Geschäfts aus."

Obwohl die SGL CARBON Corporation nach wie vor der Ansicht ist, daß die gegen sie erhobenen kartellrechtlichen Vorwürfe unberechtigt sind, hat sie sich in zahlreichen Verhandlungsrunden intensiv bemüht, die erhobenen Klagen außergerichtlich beizulegen, um die Kosten, Unsicherheiten und Belastung der Organisation zu vermeiden, die ein Gerichtsverfahren mit sich bringen würde.

In diesem Zusammenhang konnte ohne einen Schadensersatzanspruch anzuerkennen eine Vielzahl von Einigungen erzielt werden. Für einen wesentlichen Teil der Forderungen ist jedoch aufgrund ihrer Unangemessenheit eine derartige Lösung nicht in Sicht, so daß eine außergerichtliche Beilegung mit diesen Klägern nicht mehr realistisch war. In dieser Lage hat das Aufsichtsgremium (Board of Directors) der betroffenen US-Tochter SGL CARBON Corporation entschieden, zum Schutz der Gesellschaft freiwillig das Chapter 11-Verfahren vor dem zuständigen Gericht einzuleiten.

Der Beschluß, das Chapter 11-Verfahren einzuleiten, wird von der Holdinggesellschaft SGL CARBON AG unterstützt, die die Forderungen gegen die US-Tochter SGL CARBON Corporation als unberechtigt betrachtet und erwartet, damit die anhängigen Verfahren zügig und umfassend zu beenden.

Ende der Mitteilung --------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

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