Einführung eines Niederösterreichischen Umwelt Systems (NUS)

Gemeinsame Initiative von LR Gabmann und LR Sobotka

St.Pölten (NLK) - Einen Tag nach Beschluß der NÖ Landesregierung über Richtlinien und Grundsatzpapier des Niederösterreichischen Umwelt Systems (NUS) präsentierten Umwel-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann heute in St.Pölten diese gemeinsame Initiative.

Das NUS ist ein strategisches Instrument zur Verankerung des vorsorgenden und nachhaltigen Umweltschutzes sowohl im Profit- als auch im Nonprofit-Bereich. Dabei sollen mittels Workshops und mit Hilfe von externen Beratern umweltrelevante Schwerpunkte in Betrieben der gewerblichen Wirtschaft und in Einrichtungen von Gebietskörperschaften erarbeitet und umgesetzt werden. Eines der Hauptziele von NUS besteht zudem darin, den erwerbs- wie gemeinwirtschaftlichen Betrieben den Weg einer Zertifizierung gemäß der EMAS-Richtlinie und der ISO 14001 zu öffnen.
Gabmann erläuterte in diesem Zusammenhang das Profit-Modul als jeweils zweijährigen Prozeß, der als additives Element die bestehenden Umweltförderungen in Niederösterreich, etwa die ökologische Betriebsberatung der Wirtschaftskammer, ergänze. Es gehöre zu den zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen, neben den ökonomischen Faktoren auch auf die Qualität ökologischer Prozesse Bedacht zu nehmen. NUS mit Umsetzungsschritten wie der Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten oder Umweltleitlinien leiste einen wesentlichen Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften, dieses wiederum sei ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor, führe doch vermehrte Ressourceneffizienz auch zu erheblichen Kostenreduktionen, so Gabmann.

Sobotka nannte die NUS-Initiative ein schönes Beispiel für vernetzte, umfassende Umweltpolitik, Niederösterreich sei damit wieder einmal in Österreich Vorreiter und dokumentiere seinen Status als Umweltbundesland Nummer eins. Im Nonprofit-Bereich werden 1999 zwei Pilotprojekte im Gesundheits- und Bezirksverwaltungsbereich gestartet, die zu 100 Prozent vom Land gefördert werden, wobei das Auswahlverfahren derzeit noch läuft. Gemeinsam mit der Erstellung eines Handbuches bzw. dessen permanenter Adaptierung und "unit-to-unit-clubs" für regelmäßigen Erfahrungsaustausch soll sich daraus im Schneeballsystem ab 2000 ein flächendeckendes System entwickeln. Als Vorteile des NUS im Nonprofit-Bereich nannte Sobotka neben einer Emissionssenkung und der Kostenreduktion in den Bereichen Energie, Abfall und Einkauf auch eine Imagesteigerung sowie ein verbessertes Verhältnis zwischen der Verwaltung und dem Profit-Bereich.

Im Nonprofit-Bereich werden die Folgeprojekte bis zu 50 Prozent gefördert werden, für die Zertifizierung einer durchschnittlichen Bezirkshauptmannschaft ist mit etwa 300.000 Schilling zu rechnen. Der Budgetrahmen sieht sowohl für den Profit- als auch für den Nonprofit-Bereich für das Jahr 1998 jeweils 500.000 Schilling und für das Jahr 1999 2,75 Millionen Schilling vor.

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