Votruba warnt erneut vor unseriösen Organisationen

Viele Vereine verdienen das Vertrauen, manche aber nicht

St.Pölten (NLK) - Gerade die Vorweihnachtszeit ist auch eine Zeit der Nächstenliebe. Neben den Sammelaktionen vieler seriöser Vereinen finden sich aber auch schwarze Schafe, die gutgläubigen Menschen leider nur allzuoft das Geld aus der Tasche ziehen. "Um sicherzugehen, sollte man immer genau nachfragen, wofür die Spenden verwendet werden", rät Landesrätin Traude Votruba. Für das Tierhilfswerk Austria, das in den letzten Tagen durch Vorwürfe der AK in Turbulenzen geraten ist, wurde von Niederösterreich bisher keine Sammelbewilligung erteilt. "Das bedeutet, daß Sammlungen in Niederösterreich ohne gesetzliche Grundlage erfolgen", berichtet Votruba.

Bei Spendenaufforderungen empfehle sie besonders folgende Maßnahmen:
Bei mündlichen Spendenaufforderungen muß der Sammler einen Ausweis seiner Organisation vorzeigen, in dem auch eine Behördenbewilligung (von der Landesregierung, der Bezirkshauptmannschaft oder des Bürgermeisters) ersichtlich sein muß.
Sammelbüchsen müssen den Stempel der Organisation tragen. Wird nur mit Listen gesammelt, müssen diese den Stempel tragen. Der Zweck und der Name des Sammlers müssen vermerkt, die Listen numeriert sein, zudem ist eine Lochprägung anzubringen. Die Listen sind vom Spender auszufüllen.
Vorsicht ist besonders bei Zahlschein-Sammelaktionen geboten.

Um ganz sicherzugehen, ob eine Sammlung bewilligt ist, kann man beim Amt der NÖ Landesregierung unter der Telefonnummer 02742/200/3275 die entsprechende Auskunft erhalten.
"Nur so ist garantiert, daß die Sammlung rechtmäßig erfolgt und die Spenden wie angegeben verwendet werden", erläutert Votruba weiter.

Mit der Sammlung muß ein Ziel verfolgt werden, das in absehbarer Zeit erreicht werden kann. Eine Bewilligung wird nur dann erteilt, wenn im öffentlichen Interesse gesammelt wird und zudem sichergestellt ist, daß die Durchführung ordnungsgemäß erfolgt. Alle Abrechnungen werden von der Bewilligungsbehörde überprüft. "Wir brauchen für das Sammeln nicht nur das Mitleid der Spendengeber, sondern auch die Seriösität derer, die Spenden nehmen. Die Schwächsten in der Gesellschaft sind auf die Solidarität ihrer Mitmenschen angewiesen", meint Landesrat Votruba. Unseriöse Machenschaften gingen dagegen zu Lasten aller notwendigen Anstrengungen der vielen gemeinnützigen und karitativen Vereine.

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