AK: Theodor-Körner-Fonds 1998 - 2

Von Krebsforschung bis Literatur: 61 neue Körner-Fonds-Preisträger aus Wissenschaft und Kunst

Wien (OTS) - Bereits zum 44. Mal vergab heuer der "Theodor-Körner-Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst" Preise an junge WissenschafterInnen und KünstlerInnen für neue Projekte. Initiiert wurde der Fonds 1953 von Arbeiterkammern und ÖGB, als
der damalige Bundespräsident Theodor Körner 80 wurde: Der Jubilar hatte auf persönlichen Geschenke verzichtet. Heuer jährt sich Theodor Körners Geburtstag zum 125. Mal. Vergeben werden die Theodor-Körner-Förderungspreise an 61 WissenschafterInnen und KünstlerInnen, von denen in Zukunft noch wichtige Arbeiten in
ihrer Fachdisziplin zu erwarten sind - etwa in der Krebsforschung, in den Wirtschaftswissenschaften, in der Geschichtsforschung oder
in Literatur, Musik und bildender Kunst. ****

Ausgezeichnet wurde heuer zum Beispiel die Biologin Gerda Partik. Sie macht Laborversuche über Möglichkeiten zur Behandlung von Darmkrebs - und will zeigen, daß mit bestimmten Hemmstoffen (sogenannten Tyrphostinen) das Wachstum von Krebszellen gestoppt werden kann, ohne daß dabei auch umliegende gutartige Zellen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Für Projekte zur Krebsforschung wurden auch Christian Singer, Michael Grusch und Walter Jäger ausgezeichnet.

Im Bereich Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften ging ein
Preis an die Geschichtestudentin Claudia Jandl. Sie wird gefördert für umfassende Quellenarbeit über ArbeitnehmervertreterInnen im Nationalrat und im Bundesrat. Der Preisträger Robert Streibel wiederum wird ausgezeichnet für ein Arbeitsvorhaben über die Rettung von 40 jüdischen Zwangsarbeitern 1945 in Droß bei Krems. Die Wirtschaftswissenschafterin Brigitte Unger bekommt den Körner-Förderungspreis für die Erstellung einer umfassenden Studie, bei der sie wirtschaftspolitische Handlungsspielräume von Nationalstaaten im Zeitalter der Globalisierung auslotet. Die Musikologin Beatrix Darmstädter schreibt eine Arbeit über "Die Kritik der reinen Musik" von Oskar Adler, des Bruders des
Soziologen und Universitätsprofessors Max Adler.

Im Bereich Kunst gehen schließlich Preise etwa an Ilija Jovanovic für Gedichte in Deutsch und Romanes ("Zigeunerseele/Romano Ilo"), den Schriftsteller Martin Amanshauser ("Erdnußbutter") und den Komponisten Benedikt Bughardt - zum Gedenken an die Geschwister Scholl von der Widerstandsgruppe Weiße Rose komponiert er unter
dem Titel "Triptychon" Musik in drei Sätzen für gemischten Chor, Solisten, Kammerorchester, Klavier und Schlagzeug.

Gespeist wird der Theodor-Körner-Fonds ausschließlich über Spenden. 1998 war er mit insgesamt 1,26 Millionen dotiert - wobei pro Person zwischen 10.000 und 30.000 Schilling vergeben wurden. Seit dem Jahr 1954 wurden insgesamt 41,46 Millionen Schilling an 2.953 Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. Unter den früheren PreisträgerInnen finden sich viele bekannte Persönlichkeiten wie Christian Ludwig Attersee, Christine Busta, Friedrich Cerha, Antal Festetics, Jörg Mauthe, Hans Strotzka oder Helmut Zilk.
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