AK: Nettopreisunterschied bei Benzin kostet Konsumenten drei Milliarden Schilling im Jahr

Wie lange lassen sich das Österreichs Autofahrer noch gefallen?

Wien (OTS) - Die AK kritisiert die jüngste von der Mineralölwirtschaft ungerechtfertigt vorgenommene Benzinpreiserhöhung schärfstens. Ein Preisvergleich der AK Wien Anfang Dezember zeigt zwar, daß die Preise vorübergehend zurückgegangen sind, aber aufgrund der tiefen Rohöl- und Produktenpreise sind die Preise zu wenig gesunken. Die
Benzinpreise müssen viel billiger werden, verlangt die AK. Ein aktueller Benzin-Nettopreis-Vergleich bestätigt die AK: Die Differenzen zwischen den Nettopreisen in Österreich und dem EU Durchschnitt betragen immer noch bis zu rund 72 Groschen,
kritisiert die AK. Dieser Preisunterschied kostet die Konsumenten jährlich drei Milliarden Schilling. Die AK ist gespannt, wie lange das noch Österreichs Konsumenten hinnehmen. Die Politik ist aufgefordert, endlich zu reagieren. ****

Die Benzinpreise sind in Wien zwischen August und Dezember kurzfristig billiger geworden. Das zeigt eine aktuelle AK Wien Preiserhebung vom 30. November bis 2. Dezember bei 161
Tankstellen. Für Normalbenzin bezahlten Konsumenten durchschnittlich 10,30 Schilling pro Liter. Im August waren es
noch im Schnitt 10,50 Schilling pro Liter. Ein Liter Super plus
ist von durchschnittlich 11,52 Schilling auf 11,28 Schilling gesunken. Eurosuper können die Autofahrer um durchschnittlich
10,44 Schilling pro Liter (August: 10,61 Schilling pro Liter)
tanken und Diesel um 8,15 Schilling pro Liter (August: 8,33 Schilling pro Liter).
Aber: Die kürzlich vorgenommene Benzinpreiserhöhungen war ungerechtfertigt, die Treibstoffpreise müssen sinken, verlangt die AK. Auch die Rohöl- und Produktenpreise sind seit etlichen Monaten auf einem Tiefstand. Es ist fraglich, wie lange sich das noch Österreichs Konsumenten gefallen lassen. Wirtschaftsminister Farnleitner soll endlich die 20 billigsten und teuersten
Tankstellen je Bundesland veröffentlichen, daß der Wettbewerb angeheizt wird.

In den Bundesländern funktioniert der Wettbewerb ebenfalls nicht:
Die jüngste Preiserhebung der AK NÖ zeigte, daß sich bei den hohen Benzinpreisen in Niederösterreich seit dem Sommer nichts geändert hat, und daß die wenigen Tankstellen in den Grenzbezirken des
Wald- und Weinviertels ein hohes Preisniveau aufweisen.

Mehr Preiskonzentrationen
Die Preiskonzentrationen bei den Wiener Tankstellen haben wieder zugenommen: Für Eurosuper verlangten Anfang Dezember ein Fünftel der Tankstellen 10,49 Schilling pro Liter. Im August waren es 17,8 Prozent, die 10,45 Schilling pro Liter verrechneten. Den Diesel gaben 14 Prozent der Tankstellen um 8,15 Schilling pro Liter ab (August: 10,8 Prozent Tankstellen 8,25 Schilling pro Liter).

Die Diskonter sind im Durchschnitt billiger als die Markentankstellen:

Diskonter Markentankstellen
Normalbenzin 10,23 Schilling/Liter 10,32 Schilling/Liter
Super plus 11,19 Schilling/Liter 11,31 Schilling/Liter
Eurosuper 10,37 Schilling/Liter 10,46 Schilling/Liter
Diesel 8,06 Schilling/Liter 8,19 Schilling/Liter

Nettopreise auf EU Niveau senken
Die Nettopreise (vor Steuern) sind in Österreich nach wie vor zu hoch, kritisiert die AK. Die Nettopreisdifferenz (vor Steuern) zwischen Österreich und dem EU Durchschnitt beträgt bei Eurosuper 72 Groschen pro Liter und bei Diesel 59 Groschen pro Liter. Die Preisdifferenz kostet die Konsumenten jährlich drei Milliarden Schilling, kritisiert die AK.

Ein aktueller Nettopreisvergleich der AK zeigt, daß bei Eurosuper Österreich mit 3,25 Schilling pro Liter den teuersten Nettopreis hat. Der EU Durschnitt beträgt 2,53 Schilling pro Liter. In Deutschland liegt der Nettopreis bei 2,62 Schilling pro Liter und
in Italien bei 2,89 Schilling pro Liter.

Bei Diesel wird der österreichische Nettopreis mit 2,94 Schilling pro Liter lediglich von Irland (3,23 Schilling pro Liter) und Schweden (3,15 Schilling pro Liter) übertroffen. Der EU Durschnitt beträgt 2,35 Schilling pro Liter. Der Nettopreis liegt in Italien bei 2,59 Schilling pro Liter und in Deutschland bei 2,42 Schilling pro Liter.

Die hohen Nettopreise müssen - wie beim Benzingipfel versprochen -jedenfalls auf EU Niveau gesenkt werden, verlangt die AK.

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