Strasser mahnt Einhaltung des Nationalen Aktionsplanes für Beschäftigung ein

Alleine das NÖ Hilfswerk könnte 500 zusätzliche Jobs schaffen

Niederösterreich, 15.12.1998 (NÖI) Vier konkrete Ansätze zur Schaffung Hunderter neuer sozialer Berufe, die durch den Wandel
der Gesellschaft bedingt sind, präsentierte der Präsident des NÖ Hilfswerkes, Klubobmann Dr. Ernst Strasser im Rahmen einer Enquete der VP NÖ zum Thema "Neue Berufswelt". ****

Alleine das niederösterreichische Hilfswerk könnte im nächsten Jahr zusätzlich 500 Jobs im sozialen Bereich schaffen, wenn der Bund seinen Nationalen Aktionsplan für Beschäftigung einhält. Strasser sieht die Chancen für neue Berufe in folgenden Bereichen:

Mobile Gesundheits- und Sozialdienste: In Österreich werden
derzeit ca. 40.000 Personen betreut. Nach anerkannten Schätzungen benötigen aber mindestens 80.000 Personen eine derartige Hilfe. Allein im niederösterreichischen Hilfswerk wurden für diese Dienste im heurigen Jahr 255 zusätzliche MitarbeiterInnen angestellt. Der Bedarf ist aber lange nicht gedeckt. 1999 könnten bei der "Hilfe und Pflege daheim" 240 neue Arbeitsplätze
geschaffen werden.

Physio- und ErgotherapeutInnen: Hier besteht österreichweit ein echter Mangel. Das NÖ Hilfswerk könnte sofort 50 bis 100 derartiger Kräfte einstellen.

Kinderbetreuung: Vor kurzem wurde das 4000. Kind, das von einer Tagesmutter betreut wird, in der Hilfswerkfamilie aufgenommen. Im nächsten Jahr sollen 4800 Kinder durch Tagesmütter betreut werden. Das bedeutet wieder für einige Hundert Mütter, die ihren Wiedereinstieg in das Berufsleben suchen, einen Arbeitsplatz.

Psychosoziale Betreuung: Untersuchungen belegen uns, daß insgesamt 1% der Bevölkerung dauernde psycholsoziale Betreuung benötigen würde. In Niederösterreich liegen wir hier mit 0,5% weit unter dem Durchschnitt. Ziel ist es, den europäischen Standard zu erreichen und das bedeutet wieder zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze.

Um all diese Ziele erreichen zu können und neue Jobs schaffen
zu können, sind wir aber auf die Einhaltung des "Nationalen Aktionsplanes für Beschäftigung" seitens des Bundes angewiesen. "Bisher wurde dieser Plan noch in keinem Beistrich umgesetzt", kritisierte Strasser.

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