EIN JAHR 0,5 PROMILLE PARLAMENTSBESCHLUSS! Von Jänner bis Okt 98 gab es um 11% weniger Unfälle durch Trunkenheit als im Vorjahr!

Wien (OTS) - Umfragen ergeben: 77 % der Österreicher für 0,5 Promille Positive Bilanz: Bewußtseinsänderung für vernünftigeren Umgang

mit Alkoholam Steuer =

Das vom KfV lange geforderte 0,5 Promille Limit wurde
am 12. Dezember 1997 im Nationalrat beschlossen. Ein Jahr 0,5 Promille-Limit hat viel für die Verkehrssicherheit gebracht:
Unfallstatistiken und Meinungsumfragen bestätigen - ein massives Umdenken, hohe Akzeptanz der 0,5 Promille und die positive Auswirkung der neuen Alkoholregelungen auf das Unfallgeschehen.

0,5 Promille - Schritt in richtige Richtung:

0,5 Promille: weniger Alkoholunfälle

Von Jänner bis Oktober 1998 waren - nach vorläufigen Daten des ÖSTAT - bei 1827 Unfällen mit Personenschaden nachweislich Alkoholisierte beteiligt. Bei diesen 1827 Unfällen wurden 2571 Personen verletzt und 70 Personen getötet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 2055 Unfälle durch Trunkenheit mit 2880 Verletzten und 73 Toten. Das ergibt eine Reduktion der Alkoholunfälle um 11,1 % (absolut: 228 Unfälle), der Verletzten um 10,7 % (309 Verletzte) und 3 Menschen weniger starben aufgrund von Alkoholunfällen.

Hohe Dunkelziffer bei Alkoholunfällen - Realität ist 3 mal höher

Zwischen den Angaben der ÖSTAT betreffend Alkohol am Steuer und der Realität besteht eine große Kluft. Alkoholkontrolle wird aufgrund der gesetzlichen Situation nur bei begründetem Verdacht auf Alkoholisierung vorgenommen. Eine 1992 in Niederösterreich durchgeführte KfV-Studie läßt vermuten, daß die realen Zahlen für Alkoholunfälle um Faktor 3 über den offiziellen Werten liegen. Die Zahl der Toten durch Trunkenheit am Steuer sind wahrscheinlich 2 - 3 mal höher als in der Statistik ausgewiesen. Unter Einbeziehung der Dunkelziffer kann man eine Reduktion von 10 Getöteten durch Alkohol am Steuer annehmen.

Positive Auswirkungen der Nachschulungen ab 1,2 Promille

"Die Verkehrssicherheitsarbeit kann sich jetzt wirkungsvoll auf die Minderheit der besonders hartnäckigen Trinker konzentrieren.", so KfV-Direktor Franz Bogner über die positive Auswirkung der verpflichtenden Nachschulungen ab 1,2 Promille. "Durch gezielte Überwachung und unsere angewandte psychologische Arbeit können wir Problemfälle besser erfassen. Natürlich kann man es nie allen recht machen, aber wir haben es mit den Kursen geschafft, das Rückfallrisiko zu halbieren!"

0,5 Promille: Ein Schritt zum vernünftigen Umgang mit Alkohol

Eine 1998 fertiggestellte Studie spiegelt ein klares Ja zu 0,5 Promille in Österreich: 40 % der Bevölkerung befürworten das seit 21. Juli 1998 eingeführte neue Alkohollimit. 37 % sprechen sich für 0,0 Promille aus. Nur jeder 6. Österreicher will wieder das alte 0,8 Promille-Limit. Für Franz Bogner ist dieses Ergebnis Grund zur Freude: "Vor einem Jahr waren wir schon zufrieden, daß 29 % für 0,5 Promille sind, und heute befürworten 77 % das 0,5 Promille-Limit. Das ist eine eindeutig positive Bewußtseinsänderung, die für einen vernünftigeren Umgang mit Alkohol im Straßenverkehr spricht.

Die 0,5 Promille-Grenze kann für den einen oder anderen Auslöser für den Verzicht auf das nächste Glaserl sein: Rund ein Viertel der Fahrer geben an, daß sie heute weniger trinken als zu Zeiten des 0,8 Promille-Limits.

Unfallstatistik 7. Dez. - 13. Dez.:

6 von 16 Todesopfer kamen am Wochenende ums Leben Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 PKW-Insassen (davon 10 Lenker), 2 Lkw-Lenker und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit viermal, zweimal Vorrangverletzung, einmal Unachtsamkeit und einmal Herzversagen festgestellt werden. Bei sieben Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Die drei Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. Ein Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.

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