Aus Anlaß von Menschenrechtskonvention und Kinderfernsehtag

Forderungen der Medienpädagogik-Beratung der Landesakademie

St.Pölten (NLK) - Aus Anlaß des 10. und des 13. Dezember, die einerseits der Menschenrechtskonvention und andererseits dem Kinderfernsehtag der UNICEF galten, erhebt die Medienpä-dagogische Beratungs- und Kooperationsstelle (AfMK) der NÖ Landesakademie folgende Forderungen: Verfassungsrang für die von Österreich ratifizierte UN-Kinderrechtskonvention, eine Erweiterung der derzeit vom ORF vorgesehenen Kennzeichnung von Sendungen im Sinne des Jugendschutzes inklusive der darüber hinausgehenden Maßnahmen sowie die gesetzliche Verankerung des Kinder- und Jugendprogrammangebotes des ORF im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrages für eine umfassende Versorgung der Kinder in Hörfunk und Fernsehen.

Mit einer verfassungsrechtlichen Verankerung des Rechtes der Kinder auf Schutz vor und auf Förderung durch Medien würde die gesetzliche Basis für einen wirksamen nationalen Jugendschutz in bezug auf Medien geschaffen.

Die EU-Fernsehrichtlinie, welche die Kennzeichnung von Sendungen im Sinne des Jugendschutzes vorsieht, wird für die Zeit nach 22 Uhr als nicht sinnvoll betrachtet. Zudem dürfe sie sich nicht bloß auf Sex und Gewalt beziehen, sondern müsse auch in bezug auf Rollenbilder, Wertvorstellungen und prägende Elemente wie Konsum, Lebensstil, Schlankheitsideale etc. Aussagen treffen. Weil besonders Eltern jüngerer Kinder nach Hinweisen auf Sendungen suchten, von denen Kinder profitieren können, denkt man seitens der AfMK an eine zusätzliche Positivkennzeichnung für solche im weitesten Sinn bildende Sendungen.

Qualitätsvolles Kinderprogrammangebot ist nach Ansicht der AfMK ein wesentlicher Pfeiler der Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In diesem Sinne sollte bei der ORF-Reform dieser Programmbereich gesetzlich abgesichert werden, mit ausreichendem Anteil an Zeit und finanziellen Mitteln sowie entsprechenden Auflagen hinsichtlich Vielfalt, Anspruch etc. Vor allem eine ernsthafte Auseinandersetzung mit konkreten Inhalten wie Natur, Tiere, aktuelle Nachrichten, fremde Länder u.a. wird dabei als fehlend angesehen.

Weitere Informationen bei der Medienpädagogischen Beratungs- und Kooperationsstelle der NÖ Landesakademie unter der Telefonnummer 02742/294-7468 bzw. 7442.

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