ARBÖ: Zu Neujahr wünscht sich jedes Kind einen eigenen Sitz

Neue Regelung für die Beförderung von Kindern im Auto

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ erinnert daran, daß Anfang 1999 eine für Großfamilien und Schülertransporte weitreichende Bestimmung in Kraft tritt, die zu Problemen führen wird: In Pkw und Kleinbussen muß jedes Kind seinen eigenen Sitz mit Rückhaltevorrichtung haben.

Probleme wird es beispielsweise für Familien mit vier Kindern geben. Bisher quetschten sich bei Fahrten die vier Kinder auf der dreisitzigen Rücksitzbank halt ein wenig zusammen. Ab Anfang 1999 ist das verboten. Die Konsequenz laut ARBÖ: Die Familie schafft sich einen neuen Wagen mit sechs Sitzen an, oder eines der vier Kinder muß zu Hause bleiben.

Verkehrsjurist Dr. Herbert Grundtner, Autor der ARBÖ-Fachbücher Straßenverkehrsordnung, Kraftfahrgesetz und Führerscheingesetz zur neuen Rechtslage: "Die 15. Novelle zum Kraftfahrgesetz wurde
bereits am 9. Juli 1993 kundgemacht und brachte neue Regelungen bezüglich der Personenbeförderung. Nach einer langen Übergangsfrist treten diese nunmehr mit 1. Jänner 1999 in Kraft. Die Grundregel heißt, daß jedes Kind im Pkw oder Kleinbus Anrecht auf einen eigenen Sitz mit Rückhaltevorrichtung hat."

Wer gegen diese neuen Regeln verstößt, hat nicht nur mit einer Anzeige und einer Verwaltungsstrafe zu rechnen, informiert der ARBÖ. Dr. Grundtner: "Als Rechtsfolge droht auch eine anteilsmäßige Leistungsfreiheit der Versicherung im Schadenfall. Exekutivbeamte können sogar Zwangsmaßnahmen an Ort und Stelle vornehmen und die Weiterfahrt untersagen. Dann müßte ein Kind aussteigen und dürfte nicht weiterfahren!" In der Praxis keine wünschenswerte Möglichkeit.

Die neuen Regeln gelten jedoch nur für Pkw und Kleinbusse,
nicht bei den großen Autobussen. "Hier bleibt alles beim alten", erklärt der ARBÖ-Fachbuchautor, "Kinder unter sechs zählen nicht. Drei Kinder zwischen sechs und 14 Jahren dürfen auf zwei Sitzplätzen beziehungsweise auf zwei Stehplätzen befördert werden."

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