Baugewerbe begrüßt Lückenschluß im hochrangigen Straßennetz

Forderung nach Forcierung der Wohnraumsanierung - Mittel- fristiger Bedarf in diesem Sektor bei 200 Mrd Schilling

Wien (PWK) - Der Bundesinnungsmeister der Baugewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich, Ing. Johannes Lahofer, begrüßt die Ankündigung von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner, den Lückenschluß im hochrangigen Straßennetz bis zum Jahr 2006 zu finalisieren. ****

Auch die Sanierung und der Teilausbau der Westautobahn werden grundsätzlich als sehr positiv gewertet, wenngleich aus verkehrstechnischen Gründen ein Vollausbau auf drei Richtungsfahrbahnen mit durchgehendem Pannenstreifen sicherlich notwendig wäre.

Bei der Südwestumfahrung Wiens, der B 301, drängt die Bundesinnung auf eine Beschleunigung der Umweltverträglichkeitsverfahren, sodaß 1999 mit dem Bau zügig begonnen werden kann. Da der Straßenbau allerdings die klassische Domäne der Bauindustrie ist, wirken sich diese Maßnahmen nur bedingt auf das heimische Baugewerbe aus.

Deshalb fordert der Bundesinnungsmeister auch klassischen Hochbau sowie in der arbeitskräfteintensiven Sanierung und Renovierung im nächsten Jahr rechtzeitige Schritte zur Sicherung der Beschäftigung. Die Zahl der Baubewilligungen ist im vergangenen Jahr bundesweit um 13 Prozent, in Wien sogar um besorgniserregende 40 Prozent zurückgegangen.

"Vor allem im städtischen Bereich muß Vorsorge getroffen werden, daß nach dem endgültigen Auslaufen der Steuerbegünstigung von Mietzinsreserven Ende 1999 das Baugewerbe nicht in ein tiefes Loch fällt", betont Lahofer.

Bundesweit mußte der Wohnbau 1998 ein Minus von 8,2 Prozent hinnehmen. Auch der Auftragsbestand im Baugewerbe ist im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 15,2 Wochen auf 12,8 Wochen dramatisch eingebrochen. Für das Baugewerbe ist daher die Erhaltung der Wohnbauförderung im derzeitigen Umfang eine Überlebensfrage, wobei Wohnraumsanierung und thermische Sanierung künftig im gleichen Ausmaß Berücksichtigung finden sollten wie der Neubau. Da die Hälfte aller drei Millionen Wohneinheiten aus Zeiten stammt, in denen eine optimale Wärmedämmung nicht möglich war, besteht in den nächsten Jahren ein enormer Nachholbedarf.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Manfred Katzenschlager
Tel: 7183737/DW 17

BI Baugewerbe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK