Bundes-Wertpapieraufsicht weist Wolford-Vorwürfe strikt zurück

Wien (OTS) - Den jüngst von der Wolford AG, Bregenz, vorgebrachten Vorwurf, die BWA wäre "in höchstem Maß unkompetent vorgegangen", weist die BWA strikt zurück.

Die BUNDES-WERTPAPIERAUFSICHT hat den gesetzlichen Auftrag, alle ihr gemeldeten Wertpapiertransaktionen des amtlichen Handels und des geregelten Freiverkehrs zu überprüfen. Bei Kursauffälligkeiten muss sie sich über den Sachverhalt Klarheit verschaffen und alle zur Verfügung stehenden Informationen seitens des börsenotierten Unternehmens, der Banken, der Wiener Börse AG, diverse Veröffentlichungen etc. analysieren, um einem etwaigen Verdacht auf Insiderhandel nachzugehen. Kommt die BWA in einer Untersuchung zum Ergebnis, dass der Insiderverdacht hinreichend konkretisiert ist, wird der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Nur diese besitzt die Kompetenz, ein Strafverfahren einzuleiten.

Die BWA möchte gerade aufgrund der von Wolford geäußerten Vorwürfe besonders darauf hinweisen, dass sich ein Insiderverdacht nie gegen ein Unternehmen, sondern immer nur gegen eine oder mehrere Personen richten kann. Die Darstellung von Wolford, "dass dem Konzern und den Aktionären damit ein erheblicher Schaden entstanden sei - mit Folgen auch zu Lasten des österreichischen Kapitalmarktes", ist für die BWA nicht nachvollziehbar, weil unrichtig. Denn gerade die Anleger und der Emittent sind es, die von der BWA gegen Insider geschützt werden.

Anhang:

WAG, §2, 1, Z4 und § 2, 2)

§ 2 (1) Z4

4.um dem Missbrauch von Insiderinformationen gemäß § 48a BörseG entgegenzuwirken und zur Aufklärung und Verfolgung von Missbrauchsfällen dadurch beizutragen, dass sie alle zur Konkretisierung eines Verdachtes einer gemäß § 48a BörseG strafbaren Handlung erforderlichen Ermittlungen mit den Maßnahmen des BörseG und gemäß diesem Bundesgesetz aus eigenem durchführt; dazu kann sie Auskünfte von

a)meldepflichtigen Instituten (§ 10 Abs. 1) und Wertpapierdienstleistungsunternehmen (§ 19),

b)Emittenten, die meldepflichtige Instrumente (§ 10 Abs. 2) begeben haben,

c)natürlichen und juristischen Personen, die Aufträge in bezug auf meldepflichtige Instrumente erteilt haben oder An- oder Verkäufe in solchen Instrumenten getätigt haben,

d)natürlichen und juristischen Personen, die Kenntnis von Missbrauchsfällen haben können,
und

e)Angestellten und Vertretern der in lit. a bis d genannten Personen einholen;

§ 2 (2)

Zur Erteilung von Auskünften nach Abs. 1 Z 4 haben die auskunftspflichtigen Personen (Abs. 1 Z 4 lit. a bis e):

1.Vorladungen der BWA nachzukommen,

2.der BWA die geforderten mündlichen Auskünfte zu erteilen und 3.der BWA die geforderten schriftlichen Unterlagen und Datenträger vorzulegen.

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