Ungarn-Exporte nach starkem Vorjahr weiter auf Expansionskurs

Exporte von Jänner bis August 1998 um 12,1 Prozent gestiegen; Österreich - bedeutendstes Teilnehmerland auf FOODAPEST '98

Wien (PWK) - Obwohl die österreichischen Ausfuhren nach Ungarn im Vorjahr besonders kräftig zugelegt haben und Ungarn zum drittwichtigsten Handelspartner avanciert ist, wächst der Export in das östliche Nachbarland stetig weiter. "Von Jänner bis August 1998 stiegen die heimischen Exporte nach Ungarn erneut um 12,1 Prozent auf 24,5 Mrd Schilling an", berichtet der zuständige Länderreferent in der Wirtschaftskammer Österreich, Nikolaus Seiwald. "Getragen wird diese Entwicklung in erster Linie von den Ausfuhren heimischer Maschinen und Anlagen, welche die größte Produktgruppe der Ungarn-Exporte darstellt (1997: 19 Mrd Schilling) und heuer bis August erneut um 10,6 Prozent gewachsen ist". ****

Als besonders aufstrebenden Bereich mit nach wie vor sehr großem Exportpotential für Österreich hebt Seiwald die Nahrungs- und Genußmittel hervor, deren Export 1997 660 Mio Schilling betrug. Die Chancen auf diesem Sektor erkennend, nahmen an der FOODAPEST '98, der Internationalen Fachmesse für Nahrungs- und Genußmittel sowie Nahrungsmitteltechnik und -verarbeitung, in Budapest daher auch sehr viele österreichische Unternehmen teil. "Österreich war bei der kürzlich stattgefundenen Messe mit insgesamt 24 Ausstellern und 4 vertretenen Firmen auf einer Gesamtfläche von 710 Quadratmetern vor Italien mit 18 und Deutschland mit 17 Direktausstellern, das bedeutendste Ausstellerland", berichtet Franz Ernstbrunner vom WIFI der Wirtschaftskammer Österreich. 12 der heimischen Aussteller beteiligten sich an der gemeinsam vom WIFI Österreich und der Außenhandelsstelle Budapest organisierten Gruppenausstellung.

Das Warenangebot des österreichischen Gruppenstandes reichte von Wein, Energy-Drinks, Trockenfrüchten, Müslis, Speiseölen, Früchtebonbons, Schwedenbomben und Schokoladeprodukten bis zu chemischen Analysegeräten, Schmierölen für die Lebensmitteltechnik sowie Fördertechnik.

"Die österreichischen Aussteller waren über die Anzahl und die Qualität der Fachgespräche durchaus zufrieden", so Ernstbrunner. Kontakte konnten nicht nur mit Geschäftsleuten aus Ungarn sondern auch aus Polen, Tschechien, Kroatien, Slowenien, der Slowakei, Rumänien sowie Rußland und der Ukraine hergestellt werden. Die meisten österreichischen Aussteller rechnen mit einem guten bis sehr guten Nachmessegeschäft. Besonderes Interesse gab es für Energy-Drinks sowie für Müsli- und Trockenfruchtprodukte.

Ernstbrunner merkte an, daß die österreichischen Aussteller mit der Problematik der hohen Importzölle oft schwer zu kämpfen haben. Aufgrund der verschiedenen Zusätze bei den Nahrungsmitteln werden Mischzölle von seiten der Zollorgane erhoben. Andererseits sind die angebotenen Produkte, wie Schokolade, Trockenfrüchte, Müsli, Schwedenbomben hochwertig und werden über dem aktuellen Preisniveau in Ungarn verkauft. Aufgrund der Reallohneinbußen der ungarischen Bevölkerung in den letzten Jahren, mit einer merkbaren Erhöhung in den letzten Monaten, wird der Markt vorerst noch von Billigangeboten lokaler Produzenten beherrscht.

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