Europa setzt vermehrt auf duale Ausbildung

Gehrer: Partnerschaft zwischen Schule und Betrieb intensivieren

Wien (PWK) - "Bessere Rahmenbedingungen für die
Ausbildungsbetriebe und eine intensivierte Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft sind Kernanliegen für eine zukunftsweisende Bildungspolitik", erklärte Bundesministerin Elisabeth Gehrer gestern nachmittag bei der Eröffnung des Internationalen Symposiums "Lehrlingsausbildung sichert Beschäftigungsfähigkeit" in der Wirtschaftskammer Steiermark in Graz. Das Symposium, an dem knapp 100 namhafte europäische Lehrlingsausbildungsexperten teilnehmen, wurde von der UEAPME (Europäische Handwerksunion), der Wirtschaftskammer Österreich und dem WIFI Steiermark mit Unterstützung der GD XXII im Rahmen der Österreichischen Ratspräsidentschaft organisiert. ****

Der steirische WK-Präsident Peter Mühlbacher wies einleitend auf die Erfolge der steirischen Wirtschaft bei der dualen Ausbildung hin, die sich im guten Abschneiden bei internationalen Berufsweltmeisterschaften, aber auch in der Attraktivität des Standortes Steiermark für neue Betriebe widerspiegeln.

Die EU-Kommission setzt derzeit verstärkt auf die Mobilität von Lehrlingen und Schülern und hat deswegen vor kurzem das Konzept eines Europasses für Berufsbildung beschlossen. Damit sollen Lernphasen im EU-Ausland dokumentiert und anerkannt werden. "Die in der Tagung gebrachten internationalen Beispiele zeigten, daß Österreich mit seiner Bildungspolitik richtig liegt, wenn es auf praxisnahe Berufsausbildung setzt", stellt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich anläßlich der Tagung fest. Nicht umsonst gilt Lehrlingsausbildung in der EU als Best Practice und wird fast überall einzuführen versucht.

Die Europäische Handwerksunion hat Eckwerte für Qualitätsstandards erarbeitet, die EU-weite Geltung erhalten sollen. Dazu zählen unter anderen folgende Punkte: die Ausbildung muß an zwei Lernorten Betrieb und Schule stattfinden, der Lehrvertrag bildet die Rechtsgrundlage für das Ausbildungsverhältnis, die Ausarbeitung festgesetzter überbetrieblicher inhaltlicher Standards erfolgt unter Beteiligung der Sozialpartner, die Ausbildung wird von qualifiziertem Personal übernommen und die Lehrlingsausbildung wird in die nationalen Bildungswege eingebunden, wobei der Zugang zu Fort- und Weiterbildung gegeben sein muß.

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