Rohkonzept Entwicklungschancen für den NÖ Donauraum

LR Sobotka: Raumordnung und Umweltschutz offensiv verbunden

St.Pölten (NLK) - Anläßlich der Fertigstellung des Rohkonzeptes "Entwicklungschancen für den NÖ Donauraum" sagte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in St.Pölten, in Niederösterreich würden derzeit sehr intensiv Raumordnungskonzepte der verschiedensten Dimensionen erstellt. Mit dem vorliegenden Konzept werde aber erstmals ein offensiver Ansatz geleistet, Raumordnung mit einem Umweltkonzept zu verbinden. Dies geschehe mittels Begleitung des Planungsprozesses durch eine strategische Umweltprüfung (SUP), die von vornherein festlegt, welcher Grad der Nutzung der jeweiligen Landschaft zumutbar ist.

Aus dem Leitsatz der NÖ Raumordnungspolitik "Agieren statt Reagieren" sei auch das Rahmenkonzept für den Donauraum erstellt worden, das die Entwicklungschancen des verkehrstechnischen, kultur-und naturräumlichen Herzstückes des Landes aufzeigen soll. Mit dem Pilotversuch der SUP auf freiwilliger Basis sollen Umwelt-aspekte gleichberechtigt mit wirtschaftlichen und sozialen Belangen auf höherer Planungsebene berücksichtigt werden können, um daraus im Detail Bebauungs- oder Flächenwidmungspläne abzuleiten. Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz der Planung sollen dadurch optimiert werden, hofft Sobotka als erstes in NÖ sowohl für Raumordnung als auch Umweltschutz zuständiges Regierungsmitglied.

Das Rahmenkonzept bezieht sich auf Anrainergemeinden und Gemeinden innerhalb des Landschaftsraumes, untersucht die derzeitige Nutzung als Siedlungs-, Wirtschafts-, Verkehrs-, Natur- sowie Erholungs- und Freizeitraum und typisiert die Uferzonen nach ihrem Veränderungspotential. Dementsprechend liegen die Entwicklungs-chancen zum einen im Bereich einer Güterverkehrsachse und zum anderen in der Funktion als Naherholungs- und wesentlich landschaftsprägender Raum. Bewertungskriterien für die Evalierung der Entwicklungsszenarien und damit einen Alternativenvergleich sind dabei im Rahmen der SUP die sparsame Verwendung von Energie, die Sicherung wertvoller Grünlandbereiche, die Erhaltung des Kleinklimas, der Schutz des Landschaftsbildes u.a. Je besser eine Entwicklungsalternative diese Ziele erfüllt, desto besser wird sie aus Umweltsicht bewertet.

Da nachhaltige Raumordnung nach dem Verständnis Sobotkas ein abgestimmtes Instrumentarium ist und nicht per Planung von oben erfolgen kann, möchte der Landesrat das nunmehr fertiggestellte Rohkonzept in Folge mit den Gemeinden und Regionen diskutieren. Im Juni 1999 soll das visionäre Programm dann in seiner Endfassung vorliegen.

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