Messner: Gleichbehandlung für Pflegekinder

Wien (OTS) - Volksanwältin Messner möchte Anpassung des Burgenländischen Jugendwohlfahrtsgesetzes an vergleichbare Regelungen anderer Bundesländer, da die Bestimmungen des Burgenländischen Jugendwohlfahrtsgesetzes im Zusammenhang mit der Gewährung von Pflegegeld an Verwandte im österreichweiten Vergleich restriktiv sind. ****

Aktueller Anlaß für diese Forderung ist die Beschwerde einer Großmutter, welche den Sohn ihrer drogensüchtigen Tochter als Pflegekind übernommen hatte. Beginnend mit Juli 1992 erhielt die
in Wien wohnende Beschwerdeführerin Pflegegeld vom damals zuständigen Amt für Jugend und Familie Wien in der Höhe von S 2.200,--.

Im Juli 1998 übersiedelte die Beschwerdeführerin mit ihrem Enkelkind ins Burgenland. Als sie bei der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung vorsprach, um wieder Pflegegeld zu beantragen, kam die ernüchternde Überraschung. Nach den Bestimmungen des Burgenländischen Jugendwohlfahrtsgesetzes ist nämlich die Gewährung von Pflegegeld nicht möglich, da sie mit dem Kind verwandt ist.

Messner: "Der Landesgesetzgeber sollte diese gesetzliche Härte beseitigen. Zu bedenken gebe ich dabei, daß dem Jugendwohlfahrtsträger durch die Pflege eines Kindes in der
Familie monatlich bis zu S 30.000 an Kosten für einen Heimplatz erspart bleiben, so daß auch wirtschaftliche Gründe für die Familienpflege sprechen."

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