Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim Lainzer Tunnel erforderlich

Wien (OTS) - Dem BM für Verkehr ist seit Juni 1998 ein Rechtsgutachten von Univ.Prof. Dr. Raschauer bekannt, gemäß welchem der Lainzer Tunnel aufgrund der EU-Richtlinien einer UVP unterzogen werden muß. Um auch die EU-Behörden von diesem Sachverhalt in Kenntnis zu setzen, wurde nunmehr bei der Europäischen Kommission in Brüssel eine Beschwerde eingereicht.

Der Lainzer Tunnel bildet mit dem unmittelbar anschließenden Wienerwald-Tunnel ein durchgehendes Tunnelbauwerk mit einer Länge von 28 km. Betreffend den Wienerwald-Tunnel ist eine UVP durchgeführt worden. Zudem ist der Wienerwald-Tunnel aus Gründen der Sicherheit mit zwei Röhren für jeweils ein Gleis geplant.

Obgleich der Lainzer Tunnel bewohntes Gebiet unterquert, sollen bei diesem höhere Werte an Erschütterungen und Lärm zugelassen werden, als dies für den Wienerwald-Tunnel zutrifft. Zudem ist er mit nur einer Röhre mit zwei Gleisen für Gegenverkehr und Personen- sowie Gütertransport geplant.

Es wird von Rechtsexperten bezweifelt, daß es zulässig ist, ein derartiges Bauwerk an der Landesgrenze zu unterteilen und in gesonderten Verfahren zu behandeln. Vielmehr müßten der Lainzer Tunnel und der Wienerwald-Tunnel einheitlich geplant und rechtlich abgewickelt werden.

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