"Wirtschaftslage und Prognose - Oktober 1998"

Neuerscheinung aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

Wien (Pwk) - Der Aufschwung der heimischen Konjunktur wird nach
der jüngsten Einschätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung heuer mit einem realen BIP-Wachstum von 3,3 Prozent seinen Höhepunkt erreichen. Eine höhere Wachstumsrate konnte zuletzt 1991 erreicht werden. Dieser Wert geht bereits von einer allmählichen Wachstumsverlangsamung in der zweiten Jahreshälfte aus. Die Ursachen dafür sind in erster Linie weltwirtschaftlich bedingt. ****

Die Finanzkrise in Asien, Lateinamerika und Rußland beeinträchtigen nicht ausschließlich die Konjunkturperspektiven der betroffenen Wirtschaftsräume. Auch Europa und die USA müssen angesichts der verschlechterten internationalen Absatzchancen mit Wachstumsdämpfungen rechnen. Anders als in Japan, wo heuer mit einer Schrumpfung des realen BIP um zwei Prozent gerechnet werden muß, sind die Auswirkungen aufgrund der relativ geringen Außenwirtschaftsverflechtung mit den wirtschaftlichen Krisenregionen auf die europäische Konjunktur insgesamt nicht gravierend. In den USA dürfte die Verschlechterung der Exportchancen sowie die Verunsicherung der Anleger die Konjunkturabkühlung stärker ausfallen lassen. Die für 1999 erwartete Abschwächung des amerikanischen Wachstums (1,8 Prozent) bremst auch die wirtschaftliche Dynamik in Europa.

Angesichts der verschlechterten internationalen Rahmenbedingungen sind Österreichs Wachstumsaussichten 1999 im Vergleich zu heuer etwas pessimistischer. Die Wachstumsprognose von 2,8 Prozent liegt aber weiter über dem mittelfristigen Trend. Damit wächst die österreichische Wirtschaft 1998 und 1999 rascher als im EU-Durchschnitt.

Eine der treibenden Kräfte der heimischen Konjunktur sind auch heuer die Warenexporte. Das starke Exportwachstum des Vorjahres (real +15 Prozent) setzte sich etwas abgeschwächt auch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres fort. Ein Nachlassen der Dynamik der Auslandsaufträge läßt für das Gesamtjahr 1998 eine Zunahme von 8,5 Prozent erwarten. Für 1999 zeichnet sich ein Exportplus von immerhin noch sieben Prozent ab.

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