Heinzl: Mariazellerbahn vorm Zusperren, weil 2,7 Millionen Schilling fehlen?

Wo bleibt Generaldirektor Draxlers Managementkompetenz

St. Pölten, (SPI) - "Das darf doch einfach nicht wahr sein! Eine ganze Bahnlinie steht vor dem Zusperren, nur weil den ÖBB rund
2,7 Millionen Schilling für die Instandsetzung von Waggons
fehlen", ist der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl empört. Konkret wurden vergangener Tage 17 schadhafte Waggons aus dem Fuhrpark genommen, diese werden allerdings nicht repariert,
sondern durch Fahrzeuge, die von anderen Strecken abgezogen
werden, ersetzt.****

Wo bleiben die Managementfähigkeiten eines Generaldirektor
Draxlers für ein Milliardenunternehmen, wenn er es nicht
schafft, 2,7 Millionen Schilling für die Reparatur von 17 Eisenbahnwaggons auf die Beine zu stellen? Da werden Milliarden
in die Schieneninfrastruktur gepumpt, aber für das rollende Material hat man kein Geld und läßt dabei die Anrainergemeinden der Bahn sprichwörtlich "im Regen stehen". "Die Menschen haben bereits Angst, daß ihre Bahn - nach der Einstellung des Güterverkehrs mit 1.1.1999 - endgültig zugesperrt werden oll,
was angesichts der Vorgänge sogar als realistisch eingestuft
werden muß. Zudem fehlen die Waggons auf den anderen Strecken,
von denen sie abgezogen werden sind", so der St. Pöltner
Mandatar.

"Ich fordere Herrn Generaldirektor Helmut Draxler auf, sofort
die notwendigen Mittel für die Instandsetzung der Waggons der Mariazellerbahn bereitzustellen. Auch sollte sich der Chef der Bundesbahnen einmal generell über die Zustände seines Wagenmaterials informieren. Die Beschwerden über veraltete und schlecht gewartete Züge häufen sich, ausgefallene Heizungen und Klimaanlagen gehören heute schon zum Alltag tausender Pendler.
Den vollmundigen Worten einer "Personenverkehrsoffensive" müssen endlich auch Taten folgen", so Heinzl abschließend.
(Schluß) fa

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