EU-Außministerrat: Greenpeace sieht Etappenerfolg mit Fallstricken

Greenpeace kritisiert IAEO-Einbindung und fordert unabhängige EU-Behörde zur Beurteilung von West-Standards bei Ost-Akw's

Wien (OTS) - Als "Etappenerfolg mit Fallstricken" bezeichnete Greenpeace in einer Aussendung die Ergebnisse des heutigen EU-Außenministerrates in Brüssel. Für Greenpeace-Sprecher Alexander Egit ist dies ein wichtiger Schritt zum Atomausstieg in Osteuropa. Als "vollkommen inakzeptabel" bezeichnete der Greenpeace-Sprecher aber die geplante Beurteilung ob Weststandards bei Atomkraftwerken vorliegen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO): "Die IAEO ist per Statut zur Förderung von Atomenergie verpflichtet. ie EU würde mit der IAEO den Bock zum Gärntner machen", so Egit weiter. Greenpeace verlangte die Schaffung einer unabhängige EU-Behörde, die die Standards von Ost-AKW überprüfen soll. Als West-Standard hat nach Ansicht von Greenpeace mindestens der Stand der Technik in den westeuropäischen Staaten zu gelten. "Dies würde zwangsläufig zur Schließung aller Ost-Reaktoren führen müssen", betonte Egit abschließend.

Die EU-Außenminister verlangten bei der heutigen Ratssitzung von den zehn osteuropäischen Beitrittskandidaten die Umrüstung unsicherer Kernkraftwerke auf westeuropäischen Standard und einen Zeitplan für die Stilllegung gefährlicher Atomreaktoren. Dazu wurde die EU-Kommission aufgefordert Mittel zur Verfügung zu stellen.

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