Haiden: "Das neue Behinderteneinstellungsgesetz hilft, Behinderte besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren."

Wien (OTS) - Die vor einigen Tagen beschlossene Novelle des Behinderteneinstellungsgesetzes wird vom Freien Wirtschaftsverband Österreich (FWVÖ) begrüßt, da die Chancen der Behinderten, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden, steigen. Dies vor allem deswegen, weil die Ausnahmeregelungen bei der Einstellung von Behinderten strenger und auch klarer gehandhabt werden. Bisher konnten beispielsweise bestimmte Wirtschaftszweige, die aus "technischen Gründen" der Beschäftigungspflicht nicht nachkommen konnten, erst auf je 50 Dienstnehmer einen Behinderten beschäftigen. Die novellierte Version des Gesetzes sieht vor, daß bis zum Jahr 2003 möglichst alle Dienstgeber im Bundesgebiet ab 25 Dienstnehmern auf je 25 Dienstnehmer einen begünstigten Behinderten einzustellen haben. "Die klareren Richtlinien werden den Dienstgebern helfen, sich auf die Situation einzustellen, ihre Situation wird leichter berechenbar. Ausnahmeregelungen, die immer einen großen Interpretationsspielraum zulassen, sind zugunsten der Behinderten eingeschränkt worden. Damit werden Desintegrationstendenzen eingeschränkt", meint Dr. Rene Alfons Haiden, Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich. Auch die Gewährung von Einstellungsbeihilfen für neu zu gründende Dienstverhältnisse sei eindeutig zugunsten der Behinderten. Vor allem aber sei der Ausbau des Instrumentariums der Arbeitsassistenz zu begrüßen.

Die neue Regelung, wonach Lehrlinge nicht mehr als anrechnungsfähige Dienstnehmer zählen, hat den Vorteil, daß Betriebe nicht mehr vor der Wahl stehen: Lehrling oder Behinderte?, sondern daß beide Gruppen zu ihrem Recht kommen.

Positiv hebt Dr. Haiden auch die Umbenennung von "Geschützte Werkstätte" in "Integrativer Betrieb" hervor. Denn, so Haiden, "Sprache verändert das Bewußtsein der Menschen. Der Begriff 'Geschützte Werkstätte" ist eindeutig negativ besetzt. Der Begriff 'Integrativer Betrieb' ist wesentlich positiver. Außerdem entspricht dieser Begriff dem EU-Standard".

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