Greenpeace: Klima-Killer am Bau sind ersetzbar

Erste Marktübersicht zu "Klima-Killer" am Bau und Alternativen erstellt

Wien (OTS) - Greenpeace präsentierte heute eine Marktübersicht für Österreich, die gängige "Klima-Killer" am Bau und klimafreundliche Alternativen dazu darstellt. "Klima-Killer am Bau sind weit verbreitet. Aber sie sind ersetzbar. Die neue Broschüre zeigt, wie das geht", erklärte Greenpeace-Chemiker Dr. Thomas Belazzi. Greenpeace forderte Kommunen, Bauträger und Häuslbauer auf, diesem Beispiel zu folgen und auf Klima-Killer zu verzichten. Die Umsetzbarkeit eines Verzichts von Klima-Killern am Bau zeigt ein Bauprojekt der Mischek Bau AG, die in ihrem aktuelles Projekt "Autofreie Mustersiedlung" in Wien (1) vollständig die Anwendung von Klimakillern vermeidet.

"Insgesamt werden in Österreich jährlich Klimakiller mit einem Treibhauspotential von etwa sechs Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten am Bau eingesetzt. Das entspricht 10% der jährlichen österreichischen CO2-Emissionen", so Belazzi. "Mit der neuen Alternativen-Information STOP Klimakiller am Bau will Greenpeace dazu beitragen, daß der Einsatz derlei klimaschädlicher Produkte so rasch wie möglich der Vergangenheit angehört."

Als klimazerstörende Substanzen kommen vorwiegend teilhalogenierte Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (H-FCKW) und Fluor-Kohlenwasserstoffe (H-FKW) zum Einsatz, deren Treibhauspotential bis 4000 Mal höher als jenes von CO2 ist. In drei Hauptbereichen finden diese am Bau Anwendung:

· (bunte) Dämmplatten aus Polystyrol (XPS) für Keller- und Flachdachisolierung

· Montageschäume aus Polyurethan (PU) für Fenster- und Türmontage

· Dämmplatten aus Polyurethan (PU) für spezielle Steildach- und Fassadendämmungen

Weiters wird das extrem klimaschädliche Gas Schwefelhexafluorid (SF6) in Schallschutzfenstern eingesetzt, dessen Treibhauspotential etwa 24.000 (!)-fach über jenem von CO2 liegt.

Die Mischek Bau AG schaffte es, sowohl bei Dämmplatten für Keller und Flachdach-Isolierung als auch bei Montageschäumen klimazerstörende Substanzen in Baumaterialien zu vermeiden. "Das gute Beispiel der "Autofreien Mustersiedlung" beweist, daß es auch ohne Klimakiller geht. Greenpeace ruft daher jetzt Kommunen, Bauträger und private Häuslbauer dazu auf, den 'Klima-Killern' am Bau eine klare Abfuhr zu erteilen. Die neue Info-Broschüre, die bei Greenpeace erhältlich ist, zeigt den Weg."

Die Marktübersicht "STOP Klimakiller am Bau" ist bei Greenpeace Österreich und im Internet erhältlich:
http://www.greenpeace.at/vb/klima/literatur/ozon.htm erhältlich.

(1) Die "Autofreie Mustersiedlung" befindet sich in der Nordmanngasse 25-27, 1210 Wien.

(Schluß)

Weitere Informationen:
Dr. Thomas Belazzi, Greenpeace Österreich, Tel: 01/ 545 45 80 - 40 oder 0664 -3337389

Matthias Schickhofer, Greenpeace Österreich, Tel.: 01/ 545 45 80 -44 oder 0664-3386503

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