Hygieneverordnung: Gute Betriebe haben nichts zu befürchten

"Garaus für Würstlstände": Fachverband gibt Entwarnung - Hinterleitner rechnet mit verantwortungsbewußten Kontrolloren

Wien (PWK) - Es wird offenbar nicht so heiß gegessen wie gekocht. Den heimischen Würstlständen droht durch die am 1. März 1999 in Kraft tretende neue Lebensmittelhygieneverordnung keinesfalls das Aus. Vielmehr stehen die heimischen Kleingastronomen schon bisher auf einem hohen Hygiene-Niveau, weshalb sie auch den neuen Vorschriften beruhigt entgegensehen können. "Alle Betriebe, die immer schon gut gearbeitet haben, müssen sich auch vor der neuen Situation nicht fürchten", gibt der auch für diesen Sektor zuständige Vorsteher des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Helmut Hinterleitner, Entwarnung in der in den letzten Tagen von manchen Medien besorgt gestellten Frage, ob jetzt das Ende dieser typisch österreichischen Institution eingeläutet wurde. ****

Mit der neuen Lebensmittelverordnung wird, wie berichtet, die EU-Richtlinie 93/43 EWG in nationales Recht umgesetzt. Wirklich neu an der Bestimmung ist die Verpflichtung der Betriebe, ein sogenanntes Eigenkontrollsystem nach den Grundsätzen von HACCP ("Hazard Analysis Critical Control Points") einzuführen. Demzufolge müssen Inhaber oder Betreiber solcher Imbiß-Stände allfällige für die Lebensmittelsicherheit kritische Punkte im Arbeitsablauf feststellen und dafür sorgen, daß alle diesbezüglichen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.

Entscheidend werde sein, wie die Lebensmittelkontrollore mit den neuen Bestimmungen umgehen. Die Wirtschaftskammer erwarte, daß sie den Unternehmen bei der Einführung des neuen Systems helfend zur Seite stehen, und nicht ab dem ersten Tag der Gültigkeit mögliche Strafen verteilen. "Wir gehen davon aus, daß die Organe der Lebensmittelaufsicht verantwortungsbewußt handeln", zeigt der Gastronomie-Sprecher die Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang und die Vermeidung von Schreckens-Szenarien auf.

Die Kammer hat in den letzten Wochen und Monaten bereits eine Reihe von Initiativen zur Information der Unternehmer gesetzt, wie etwa eine grundsätzliche Information aller 60.000 Gestronomie- und Hotelbetriebe im September d.J. sowie die Herausgabe des neuen WIFI-Arbeitsbuches "Küchenhygiene leicht gemacht" (siehe auch PWK941 vom 27.11.1998 "HACCP für Praktiker: Lebensmittelhygiene in der Gastronomie"). Sollte es dennoch zu größeren Schwierigkeiten in der Praxis kommen, so hätten das weniger die EU, sondern übereifrige österreichische Beamte zu verantworten, stellt Hinterleitner abschließend fest.

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