BERICHTIGTE WIEDERHOLUNGS OTS0165 Kirche - Krenn antwortet Schüller und Angerer: "Proletenmentalität und perfide Vorwürfe."

Vorausmeldung zu NEWS 49/3.12.98

Wien (OTS) - In der morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins News verschärft der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn neuerlich die Krise in der österreichischen Kirche. Auf die Vermutungen von Abt Joachim Angerer, er, Krenn, stecke hinter Veruntreuungsgerüchten gegen Angerer, meint Krenn: "Das ist ganz sicher UNEHRENRÜHRIG. Ich werde den Herrn Abt auffordern, daß er diese Behauptungen in aller Form widerruft und zwar nicht nur in belanglosen Nebensätzen. Darum wird der Herr Abt sicher nicht herumkommen." Zur Äußerung Angerers, Krenn wolle ihn "in die Goschen hauen", sagt Krenn gegenüber News: "Nun ja, das entspricht einer gewissen Proletenmentalität, die sich hier zeigt. Dazu ist nicht mehr zu sagen."

Angerers Angriffe gegen Krenn, so der Bischof, würden "sicher nicht ohne Folgen bleiben. Ich werde alle Ordnungsmittel ausschöpfen." Im übrigen seien die Angriffe Angerers "so eine Art selbstgemachtes Kasperltheater des Abtes von Geras."

Zur von Generalvikar Helmuth Schüller geäußerten Kritik an seiner Person meint Krenn in News: "Wenn Schüller meint, meine Amtsfähigkeit als Bischof sei ernsthaft zu prüfen, antworte ich: Das geht einem Generalvikar einer anderen Diözese überhaupt nichts an." Diese Vorwürfe seien "äußerst perfid", er werde Kardinal Schönborn als Schüllers Chef die Frage stellen, "warum er es zuläßt, daß ein Generalvikar so unbedarf daherredet. Hat der Herr Schüller vielleicht selbst zu viel Chaos in seinem Bereich?"

Generalvikar Schüller selbst hält in News seine Vorwürfe gegen Krenn aufrecht: "So kann es nicht mehr weitergehen. Ich hoffe, daß Rom sehr bald ein Signal gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das noch lange gutgeht."

Ebenfalls in News führt Abt Joachim Angerer seine Kritik an Krenn weiter aus. Tatsache sei, so der Abt, "daß aus gewissen Ecken seit Tagen anonyme und weniger anonyme Angriffe auf mich kommen. Tatsache ist auch, daß Krenn mein Privatleben ins Spiel gebracht hat." Im Klerus, so Angerer, habe sich eine katastrophale Resignation breitgemacht.

Die Gläubigen sind ebenso verwirrt, wie die Priester. Außerdem hat Krenn mehrmals versucht, mir unter die Gürtellinie zu schlagen.

Ich glaube, daß Kurt Krenn aufgrund seiner Charakterstruktur und seiner mangelnden Praxis als Seelsorger in einem anderen Amt viel besser aufgehoben wäre. Für St. Pölten ist er auf jeden Fall zu schade." Angerer weiter über Krenn: "Er verwirrt das Volk Gottes total. Er sondert sich von ihm ab und auch von seinen Bischofskollegen. Er attackiert den Kardinal. Er hat für seine Diözese überhaupt kein Seelsorgekonzept. Er trägt alle möglichen Querelen bis hinein in die kleinste Pfarre. Er lähmt die Seelsorge. Und die Kirche hatte noch nie zuvor ein derart schlechtes Image wie jetzt. Was aber am schlimmsten ist: Bischof Krenn radikalisiert. Und er instrumentalisiert seine ihm noch verbliebenen wenigen Parteigänger. Er ist untragbar. Seine Wahrheit ist nicht die Wahrheit der Kirche Gottes."

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