Vorausmeldung zu News 49/98 vom 3.12.98

News veröffentlicht in der morgigen Ausgabe Dokumente zur Finanzierung des Habsburg-Wahlkampfs durch "World Vision" -Habsburg-Unterschrift ist auf den durch "World Vision" finanzierten "Paneuropa"-Briefen enthalten - Druckrechnungen für Habsburg-Wahlkampfmittel wurde direkt an "World Vision" gestellt. -Spendenskandal weitet sich deutlich über 15 Millionen Schilling aus: Auch Bosnien- und Georgien-Projekte wurden gefälscht - Ermittler vermuten hinter "World Vision"-Skandal Waffengeld-Transaktionen

Wien (OTS) - Die morgige Ausgabe des Nachrichtenmagazins News
bringt erstmals die Dokumente zu jener Finanzierung des Europa-Wahlkampfs von Karl Habsburg, die die Spendenorganisation "World Vison Österreich" illegal durchgeführt hat. Der Rücktritt von Karl Habsburg als EU-Parlamentarier dürfte nach diesen Veröffentlichungen unmittelbar bevorstehen.

Laut News haben die Ermittler bisher Geldflüsse von exakt 194.000 Schilling von "World Vision" an Habsburgs Paneuropabewegung festgestellt. News veröffentlicht morgen Dokumente, um welche Werbemittel es sich dabei handelt.

So zahlte "World Vision" 32.160 Schilling an die Druckerei Bauer für die Herstellung von 10.000 Wahlwerbebriefen, mit denen Karl Habsburg im April 1996 bei allen Mitgliedern von Paneuropa um Unterstützung für seinen EU-Wahlkampf als ÖVP-Kandidat warb. Der nachweislich mit "World Vision"-Spendengeldern finanzierte Wahlwerbebrief ist von Karl Habsburg persönlich unterschrieben. Weiters finanzierte "World Vision" zumindest fünf Ausgaben der Paneuropa-Zeitung, von denen zwei Ausgaben deu EU-Wahlkampf von Karl Habsburg als Hauptthema hatten. Die Ermittler vermuten, daß Plakate und Folder für Habsburgs EU-Wahlkampf '96 von "WorldVision" finanziert wurden. Belege und Rechnungen dafür wurden freilich noch nicht sichergestellt.

Laut morgiger Ausgabe von News weitet sich der Spendenskandal von "World Vision" immer weiter aus. In Interviews mit News bestätigen die angeblichen Projekt-Leiter einer Bosnien/Kroatien-Hilfsaktion und eines Georgien-Engagements, daß sie in diese Projekte nie eingebunden waren, davon nie informiert wurden und keinen Schilling erhalten hätten.

Beim Bosnien/Kroatien-Projekt sind somit 5,1 Million Schilling, beim Georgien-Projekt 1,8 Millionen Schilling verschwunden. Die Gelder wurden in bar abgehoben. Das fingierte Bosnien/Kroatien-Projekt wurde zusätzlich von der österreichischen Bundesregierung mit Millionen-Beträgen subventioniert.

Laut morgigem News verfolgen die Ermittler in der Causa "World Vision" nun den Verdacht, daß die verschwundenen Geldbeträge, die 15 Millionen deutlich übersteigen, Teile von Finanz-Transaktionen der Waffenbranche sein könnten. Untersucht wird die Möglichkeit, daß eine - namentlich bekannte - Waffenfirma hohe Geldbeträge an "World Vision" gespendet hat und anschließend einen beträchtlichen Teil des Geldes als Schwarzgeld etwa für Parteifinanzierung zurückerhalten haben könnte.

Das morgige News berichtet auch von einem weiteren Problem für Karl Habsburg: Laut News-Recherchen ist Habsburg als Vorstand von "World Vision" - entgegen seinen Angaben - bis heute aus dem Vereinsregister nicht gelöscht. Rein juridisch ist Habsburg somit weiter Vorstands-Mitglied des umstrittenen Spendenvereins.

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