Hofbauer: Ignoranz Einems zum SBT wird in die Geschichte eingehen

Weltkulturerbe wird durch den Tunnel "ad absurdum" geführt

Niederösterreich, 2.12.98 (NÖI) Die Ignoranz des Verkehrsministers Einem wird einmal unter den "traurigsten
Kapiteln" der Geschichte zu finden sein. Es genügt ihm nicht, daß der Rechnungshof sein Projekt völlig zerrissen hat, es genügt ihm nicht, daß bereits Milliarden Schilling an Steuergeldern verschleudert wurden, es genügt ihm auch nicht, daß Milliarden Liter wertvolles Trinkwasser verlorengehen und eine Region auszutrocknen droht und es genügt ihm auch nicht, daß ein einzigartiges Weltkulturerbe durch seinen Tunnelwahn "ad absurdum" geführt wird, stellte der Verkehrssprecher der VP-NÖ, LAbg. Johann Hofbauer klar.****

Anstatt das Weltkulturerbe Semmering-Bahn hochzuhalten und
diese Bahnlinie zu sanieren, wird die Entscheidung der UNESCO übergangen und die Region weiter zerstört. Obwohl Einems selbst einberufene Experten für die Untersuchung von Alternativen zum Semmering-Bahntunnel und einen Baustopp des Tunnels eingetreten sind, hält er weiter an den Bohrungen fest. "Der Verkehrsminister würde gut daran tun, sich endlich einmal mit den Fakten rund um sein Prestigeprojekt auseinanderzusetzen", so Hofbauer weiter.

Als völlig unverständlich bezeichnete der Abgeordnete auch die Tatsache, daß Einem jetzt versucht, den Wassereinbruch am
Semmering als "Lappalie" darzustellen. Wenn Milliarden Liter verlorenes Trinkwasser und das Austrocknen von wichtigen Quellen
am Semmering eine Lappalie sind, dann weiß ich nicht, was noch passieren muß, um auch Einem die Gefahr seines Lochs im Tunnel begreiflich zu machen, betonte Hofbauer.
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