Grasberger: Realitätsfremder SP-Vorschlag für Rettungssanitätsgesetz

Niederösterreich, 2.12.98 (NÖI) Auf Ablehnung stößt der SP-Vorschlag zum Rettungssanitätsgesetz bei Bundesrat Walter Grasberger. "Dieser Vorschlag ist realitätsfremd und zugleich unfinanzierbar. In Österreich stehen zur Zeit 32.000 ehrenamtlich Tätige in Rettungsorganisationen in Dienst, nur 2000 sind hauptberufliche Sanitäter. Ich setze mich daher dafür ein, daß Ehrenamtliche weiterhin den bedeutenden Stellenwert in unserer Gesellschaft behalten den sie haben. Ihre unentgeltlich geleistete Arbeit darf nicht durch weltfremde Vorstellungen gefährdet werden", so Grasberger.

Der Bundesrat stellt sich entschieden gegen die SP-Bestrebungen, daß durch höhere Ausbildungserfordernisse ehrenamtlich Tätige im Rettungswesen abgelöst werden von Vollbeschäftigten.

Grasbergers Vorschlag, den er im Fachausschuß für Gesundheit einbrachte: Trennung der Ausbildungserfordernisse für Sanitäter, die im Noteinsatz stehen und Sanitäter, die Routinefahrten durchführen (z.B. einfache Krankentransporte ins Krankenhaus, Transport von Patienten die ambulant behandelt werden).

"Nur 4 % aller Patienten, die die Rettungsorganisationen transportieren, sind Notfälle, für diese ist das Berufssanitätertum mit einer Spitzenausbildung natürlich erforderlich, da muß auch das Gesetz aus 1961 angepaßt werden. Alle Helferinnen und Helfer in das Korsett 'Berufssanitätertum' zu zwingen, wie es der SPÖ-Vorschlag vorsieht, ist schlicht und einfach weltfremd", so der VP-Mandatar abschließend.
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