Bürgermeister-Memorandum zu Flughafen-Ausbauplänen

Masterplanung unzureichend, konkrete Unterlagen fehlen

St.Pölten (NLK) - Der Masterplan 2015 der Flughafen Wien AG sei
ein gewaltiger Eingriff in die Struktur der gesamten Region und der Anrainergemeinden. Die derzeit präsenten Unterlagen würden für die Gemeinden rund um den Flughafen Wien-Schwechat eine unzureichende Entscheidungsgrundlage darstellen, meinte SP-Landtagsabgeordneter Richard Gebert. Einzelne Gemeinden würden die vorliegende Masterplanung als existenzgefährdend ansehen. Sieben Bürgermeister der Region, Heinz Krendl (Enzersdorf an der Fischa), Franz Bayer (Fischamend), Mag. Reinhard Gogola (Schwechat), Hans Stöckl (Zwölfaxing), Josef Pflug (Rauchenwarth), Helga Endler (Kleinneusiedl) und Richard Gebert (Schwadorf) übergeben daher heute, Mittwoch, ein Memorandum zur Masterplanung 2015 an Dr. Johannes Coreth, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Wien AG.

Die Argumente im einzelnen: Es sei zumindest derzeit den Anrainergemeinden nicht möglich, die Ausbaumaßnahmen - besonders den Bau der dritten Piste - positiv zu beurteilen. Die verbindlichen Planungen und damit die konkreten Auswirkungen auf die Entwicklung des Umlandes würden fehlen. Die Planung von Straßen und Bahn und überhaupt die raumordnungspolitische Gesamtplanung seien dem Masterplan nicht entsprechend angeglichen worden. Nicht nur die unmittelbaren Auswirkungen auf die Umlandgemeinden würden fehlen, sondern auch die Betrachtung der zu erwartenden Verkehrsströme. Ohne konkrete Unterlagen würden die Anrainergemeinden aber nicht bereit sein, in einen vertiefenden Diskussionsprozeß über die Verwirklichung der Masterplanung 2015 einzutreten, meinte Gebert. Die Ausbaumaßnahmen müßten sicherstellen, daß die Anrainer nicht noch stärker belastet werden. Die Flughafen Wien AG sollte die kommenden Monate bis zum Jahr 2000 nützen, den Gemeinden verbindliche Entscheidungsgrundlagen zu liefern.

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