Dirnberger: Zahnkronen ab 1.1.1999 aus Ambulatorien sind vereinbarte Sache

Neumann-Ankündigungen sind eine Unverschämtheit gegenüber den Patienten

Wien (OTS) - Wenn Ärzte-Präsident Neumann für den Fall, daß Kassenambulatorien Zahnkronen anfertigen dürfen, mit der Kündigung der Kassenverträge droht, zeige sich einmal mehr das wahre Gesicht des nur mehr profitorientierten Ärztestandes und deren Vertreter. "Es ist geradezu zum Kotzen, wie sich dieser Geldadel, der sich "Ärzte" nennt, in Österreich aufführt und die Zahnpatienten ausnimmt. Monatelang hatten die Zahnärzte die Möglichkeit, Richttarife mit dem Hauptverband zu vereinbaren. Statt dessen haben sie die Verhandlungen verschleppt. Nun ist das Maß voll. Der Hauptverband hat die volle Unterstützung von AK und ÖAAB", stellte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) klar. Auch der von Neumann angekündigte Gang zum Verfassungsgerichtshof wird von Dirnberger kritisiert: "Das ist ja noch schöner, wenn nun die niedergelassenen Zahnärzte vom VfGH eine Bestätigung ihres Monopols verlangen". Dirnberger fordert Neumann und "seine wildgewordenen, weil um ihre Luxuseinkommen bangenden Zahnärzte" auf, ihre Rundumschläge gegen Patienten und Politik endlich zu beenden.

Er, Dirnberger, hoffe, daß sich auch der Nationalrat nicht länger von den Zahnärzten in Geiselhaft nehmen und frozzeln läßt. "Daran sollen auch Ärzte im Nationalrat, wie Dr. Pumberger, Dr. Rasinger oder Dr. Pittermann nichts mehr ändern können. Gesundheitspolitik darf in Österreich nicht zur ärztlichen Standespolitk verkommen. Diesbezüglich kündigt Dirnberger weitere Initiativen an. Für die Zahnkronen muß gelten, was politsch zwischen den Klubobmännern der Regierungsparteien paktiert ist: Da es keine Einigung bis 30. November 1998 gegeben hat, wird der Nationalrat nun aktiv werden und das Anfertigen von Kronen ab 1.1.1999 in den Kassenambulatorien gestatten.

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