Hoechst und Rhône-Poulenc wollen mit Aventis ein weltweit führendes Life Sciences-Unternehmen gründen / Teil 2

Frankfurt am Main (ots) - Verbreitertes Produktportfolio

Mit einem pro forma Umsatz für 1997 von 4,5 Milliarden US-Dollar sowie mit Spitzenpositionen bei Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und "non-agricultural uses" wird die Aventis CropScience eine weltweit führende Marktstellung einnehmen.

Das Produktportfolio wird durch den Zusammenschluß erheblich verbreitert. Die Aventis CropScience verfügt damit über einander ergänzende Produkte zur Bekämpfung von Unkraut, Pflanzenschädlingen und -erkrankungen, wie LibertyLink(r), BXN(r), Balance(r), Regent(r), StarLink(r) and SeedLink(r).

Erhöhte Wettbewerbsfähigkeit in den USA

Durch den Zusammenschluß wird Aventis CropScience zu einem Marktführer in Europa, Lateinamerika und im Raum Asien/Pazifik.

Eine besondere Priorität kommt in Zukunft dem Markt in den USA zu:
Verstärkte Marketing-Aktivitäten und ein umfangreiches, gemeinsames Produktangebot zur Bekämpfung von Unkraut und Pflanzenschädlingen bei Mais sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsposition in dieser Wirtschaftsregion nachhaltig zu verbessern.

Aventis CropScience hat sich das Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren einen Marktanteil von 10% im Mittleren Westen der USA zu erlangen.

Starke weltweite Präsenz bei Tiergesundheit und -ernährung

Mérial und die Aventis Animal Nutrition gehören zu den weltweit führenden Unternehmen in ihren jeweiligen Arbeitsgebieten. Sie haben beide starke Ausgangsstellungen bei bedeutenden Produkten, wie Anti-Parasitika, Impfstoffe, Vitamine und Tiernahrung.

Die Wachstumsaussichten basieren auf einem vielversprechenden Portfolio neuer Produkte, wie das Anti-Parasitikum Frontline(r), und einer breiten Palette von Medikamenten und Blutplasmaprodukten.

Management

Zum Chairman der Aventis Agriculture soll Horst Waesche ernannt werden, Alain Godard soll Chief Executive Officer werden.

Das Executive Committee der neuen Gesellschaft wird international zusammengesetzt sein und soll neben Alain Godard aus folgenden Mitgliedern bestehen: Gerhard Prante (Deputy to the CEO, Seeds and Crop Improvement Business), Jürgen Asshauer (Chief Technology Officer), Pascal Housset (Deputy to Gerhard Prante, Strategy, Business Development and Non-Crop Business), Jean-Pierre Lac (Chief Financial Officer), Jan Leemans (Biotechnology R&D), Ian McManus (Supply Chain and Manufacturing), Jan Stranges (Crop Protection Business), Hans-Jörg Timner (Human Resources and Communications) and Esmail Zirakparvar (Crop Protection Active Ingredients and Projects).

Christian Grenier soll Chief Executive Officer der Aventis Animal Nutrition bleiben, die derzeit als Rhône-Poulenc Animal Nutrition firmiert.

Synergien

Hoechst und Rhône-Poulec gehen davon aus, daß sich durch den Zusammenschluß möglichst schnell Synergien realisieren lassen - mit dem Ziel, eine effiziente Organisation zu schaffen, die Kostenstrukturen zu verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen.

Die erwarteten jährlichen Gesamteinsparungen, die in den nächsten drei Jahren erreicht werden sollen, belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar; davon sollen 60% im Arbeitsgebiet Pharma und der Rest in Agriculture und anderen Aktivitäten erzielt werden.

Die Umsetzung dieser Synergien wird voraussichtlich auch zu Stellenstreichungen führen. Hoechst und Rhône-Poulenc haben das Ziel, die damit verbundenen Entscheidungen sozialverträglich zu gestalten, und werden in einen offenen Dialog mit den Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretungen eintreten, sobald sich diese Entwicklungen konkretisieren.

Gemeinsames Management Team soll die Integration vorantreiben

Das Management Team der Aventis hat sich das Ziel gesetzt, mit einem erfolgreichen Integrationsprozeß die Grundlage für das zukünftige Wachstum von Aventis zu schaffen.

Jean-René Fourtou und Jürgen Dormann erklärten dazu: " Wir sind uns über den Weg und das Ziel des bevorstehenden Integrationsprozesses vollkommen einig - das ist eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgabe. Die Aventis soll - den "best practices" in der Industrie folgend - ein modernes, kreatives und wettbewerbsfähiges Unternehmen werden; mit effizienten und schlanken Managementstrukturen, attraktiv für hochqualifizierte Mitarbeiter, die auch an dem Wachstum unseres Unternehmens teilhaben sollen."

"In den kommenden Monaten werden wir aber auch besonders darauf achten, unser laufendes Geschäft nicht aus den Augen zu verlieren, während wir uns mit der zügigen Umsetzung des Integrationsprozesses auseinandersetzen, den wir persönlich und aktiv steuern wollen," bekräftigten Fourtou und Dormann. Klaus-Jürgen Schmieder wird im Rahmen des Executive Committee für das Integrations-Management verantwortlich sein.

Corporate Governance

Die geplante Corporate Governance-Struktur der Aventis ist bereits auf einen späteren vollständigen Zusammenschluß von Hoechst und Rhône-Poulenc ausgerichtet, der im Laufe der nächsten zwei bis drei Jahre erfolgen soll.

Das aus zehn Mitgliedern bestehende Supervisory Board (Aufsichtsrat) der Aventis soll von Marc Viénot als Chairman geleitet werden, Martin Frühauf soll Vice-Chairman werden. Die Mitglieder dieses Supervisory Boards gehören zugleich dem Conseil d’Administration von Rhône-Poulenc an und sie sind auch die Vertreter der Anteilseignerseite im zukünftigen Aufsichtsrat der Hoechst AG.

Die vier Mitglieder des Board of Management der Aventis werden gleichzeitig im Conseil d’Administration von Rhône-Poulenc vertreten sein. Gemeinsam mit Klaus-Jürgen Schmieder werden sie -voraussichtlich Mitte 1999 - dann auch den Vorstand der Hoechst AG bilden. Klaus-Jürgen Schmieder wird im Hoechst-Vorstand für die Aktivitäten verantwortlich sein, die nicht in die Aventis eingebracht werden.

Einzelheiten der Transaktion

Hoechst und Rhône-Poulenc werden beide zur Hälfte an Aventis beteiligt sein. Beide Unternehmen bleiben als börsennotierte Unternehmen weiter bestehen - nach der Gründung der Aventis unter den Namen "Aventis Hoechst AG" und "Aventis Rhône-Poulenc S.A.".

Hoechst Marion Roussel, Rhône-Poulenc Rorer, Pasteur Mérieux Connaught, Centeon, Hoechst Schering AgrEvo, Rhône-Poulenc Agro, Rhône Poulenc Animal Nutrition und die Beteiligung von Rhône-Poulenc an Merial in Höhe von 50% werden in die die neugegründete Gesellschaft Aventis eingebracht; ebenso wie die Beteiligung der Hoechst AG an Dade Behring in Höhe von 32,5%.

Die Gründung der Aventis soll ohne einen Tausch oder gegenseitigen Erwerb von Aktien der beiden Gründungsunternehmen vollzogen werden und wird zu keiner zusätzlichen Verschuldung führen.

Die Transaktion wird als Unternehmenskauf nach der sogenannten "purchase accounting method" bilanziert. Als Gesellschaft nach französischem Recht wird sich Aventis nach den in Frankreich vorgeschriebenen Bilanzvorschriften richten und zugleich den Anforderungen für einen konsolidierten Jahresabschluß in den USA (US-GAAP) Rechnung tragen. Aventis wird seine Geschäftszahlen in Euro vorlegen.

Weitere Desinvestitionen

Hoechst und Rhône-Poulenc werden gemeinsam das Ziel verfolgen, die weitere Desinvestition ihrer Aktivitäten in der industriellen Chemie zügig voranzutreiben, um die Voraussetzungen für einen vollständigen Zusammenschluß zu schaffen.

In der ersten Jahreshälfte 1998 hat Rhône-Poulenc eine Minderheitsbeteiligung ihrer Chemiegesellschaft Rhodia S.A. an die Börse gebracht. Im Oktober dieses Jahres hat die Hoechst AG eine abschließende Vereinbarung über den Verkauf des Lackunternehmens Herberts bekanntgegeben. Am 17. November hat Hoechst zudem angekündigt, die Konzerngesellschaften Celanese und Ticona -gemeinsam mit weiteren Industrie- und Servicegesellschaften -abzuspalten und in eine neu zu gründende, börsennotierte Gesellschaft einzubringen, die den Namen "Celanese AG" tragen soll.

Zeitplan

Unter dem Vorbehalt aller rechtlich erforderlichen Zustimmungen, insbesondere durch die Hauptversammlungen von Rhône-Poulenc und der Hoechst AG, die im Mai 1999 stattfinden, wird der Abschluß der Transaktion für Mitte 1999 erwartet.

Lazard Houses haben die Hoechst AG beraten; Rhône Poulenc wurde von Goldmann Sachs International und Rothschild & Cie. beraten.

Wirtschaftliche Ausblicke in dieser Pressemeldung entsprechen dem gegenwärtigen Kenntnisstand, beinhalten aber Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann je nach Veränderung der Rahmenbedingungen davon abweichen.

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