BMAGS: Krankenhaus als gesundheitsfördernder Arbeitsplatz-

Konferenz "Gesundheitsfördernder Krankenhäuser" tagt in Linz

Wien, 1. Dezember 1998 (BMAGS).- "Das Krankenhaus als gesundheitsfördernder Arbeitsplatz im Spannungsfeld zwischen MitarbeiterInnenorientierung und Rationalisierungsdruck" lautet der Titel der "3. Österreichischen Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser", die vom 3. bis 4. Dezember an der Krankenpflegeschule des Linzer AKH abgehalten wird. Bei der vom Gesundheitsministerium, dem Ludwig Boltzmann-Institut für Medizin-und Gesundheitssoziologie und dem Krankenhaus der Stadt Linz gemeinsam veranstalteten Tagung diskutieren Wissenschafter, Krankenhausbedienstete und Experten der öffentlichen Verwaltung Gesundheitsförderung für Spitalsbedienstete unter den Aspekten Qualitätsentwicklung, MitarbeiterInnenorientierung und Patientenbetreuung. Das Netzwerk "Gesundheitsfördernde Krankenhäuser" basiert auf einem weltweiten WHO- Projekt und ist Teil der Qualitätsoffensive von Gesundheitsministerin Lore Hostasch. *****

Ziel der Konferenz ist, das Thema Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz speziell für den Bereich der Krankenhäuser aufzugreifen und in Zusammenhang mit europäischen Entwicklungen der betrieblichen Gesundheitsförderung zu diskutieren. Aktuelle Themen des Krankenhauswesens und deren Bedeutung für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Krankenhaus sollen aufgegriffen werden. Des weiteren will die Konferenz Maßnahmen und Modelle zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Spital aufzeigen.

In speziellen Workshops werden internationale "models of good practice" von ExpertInnen vorgestellt. Schwerpunktbereiche dabei sind: Das Europäische Qualitäts-Modell als Basis für Gesundheitsförderung, sowie Erfahrungsberichte beim Aufnahme- und Entlassungsmanagement. Weiters wird über Einsatz und Entwicklungsmöglichkeiten eines Selbstbewertungsverfahrens des Qualitätsmanagements (EFQM) in Gesundheitsfördernden Krankenhäusern diskutiert.

Das Krankenhaus braucht gesunde Mitarbeiter

Erfahrungen haben gezeigt, dass die Organisation Krankenhaus,
die selbst die Wiederherstellung von Gesundheit zum Ziel hat, bedingt durch unterschiedliche Faktoren (physische, psychosoziale oder chemische) paradoxerweise ein Gesundheitsrisiko für ihre MitarbeiterInnen darstellen kann. Zudem sind heute viele Spitäler mit einer Vielzahl von Entwicklungen (z.B. Rationalisierungsdruck, Veränderungen in den Krankheitsspektren, neue Technologien und komplexere Behandlungsformen) konfrontiert, welche die MitarbeiterInnen vor neue Herausforderungen stellen und
wesentlichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit haben.

Das Thema der Gesundheitsförderung ist somit nicht nur für Betriebe, sondern auch für Krankenhäuser von Bedeutung. Die Gesundheitsförderung neuer Prägung geht heute über den traditionellen Ansatz des Arbeitsschutzes hinaus. Ziel ist nicht
nur die Vermeidung von Krankheiten am Arbeitsplatz, sondern die Herstellung gesunder Arbeitsbedingungen und von Organisationsstrukturen, die eine Entwicklung von Mitarbeiterpotentialen ermöglichen. Durch diesen neuen Ansatz der Gesundheitsförderung gehen positive Effekte sowohl für den Dienstgeber, als auch für den Dienstnehmer aus. Internationale Studien haben dies in der Vergangenheit wiederholt belegt.

Alle angeführten Aspekte sollen im Rahmen der Linzer Tagung umfassend beleuchtet werden.

(schluss)

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