Rotes Kreuz/Österreich Österreich: ÖJRK Buchpräsentation / Hintergrundgespräch - Menschlichkeit am Stundenplan

Wien (ÖRK) - Werte sind die Grundlage für alles Entscheiden und Handeln. Manche Ereignisse lassen infolge des Wertepluralismus den Schluss auf Wertunsicherheit und sogar Wertarmut bei Kindern und Jugendlichen zu. Wesentliche Grundwerte sind etwa im humanitären Völkerrecht und in den Genfer Abkommen definiert. "Damit erfüllt das Jugendrotkreuz", so ÖJRK-Generalsekretär Karl J. Zarhuber, "die gesellschaftspolitisch verantwortliche Aufgabe, ein humanitäres Wertgefüge möglichst früh und nachhaltig zu vermitteln, indem wir das Gedankengut des Roten Kreuzes sowie Geist und Inhalt der Genfer Rotkreuz-Abkommen an den Schulen verbreiten". Gegen Gewalt und für eine Erziehung zu Menschlichkeit und Frieden legt das ÖJRK 1998 die Informations- und Unterrichtsmaterialien "Für Menschlichkeit und Frieden" sowie "Gibt es nur einen Weg?" vor.
50 Jahren Spielregeln für Krieg und Frieden – Genfer Abkommen und humanitäres Völkerrecht
Wenn sich Menschen, zum Töten bereit, im Gefecht gegenüberstehen, welche Chance haben dann noch Paragrafen ? Lässt sich die Dynamik eines Krieges von einem Regelwerk beeinflussen ? Viel häufiger als uns veröffentlichte Bilder von bewaffneten Konflikten glauben machen wollen, wird das humanitäre Völkerrecht – als Versuch unter extremsten Bedingungen die Grundprinzipien der Menschlichkeit zu wahren – sehr wohl respektiert.
Hinter den Kulissen aller Feindseligkeiten, und werden sie noch so erbittert ausgetragen, versuchen die Beteiligten, die Rotkreuzgesetze anzuwenden. Was abstrakt klingt, rettet Leben: Rotkreuz-Mitarbeiter greifen ordnend in Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung ein, regeln die Errichtung von Feldhospitalen, führen Angehörige zusammen, übermitteln Familiennachrichten, transportieren Verwundeten ab. Ermöglicht werden diese Maßnahmen durch die Bestimmungen der Genfer Abkommen von 1949, die von nahezu allen Staaten der Welt unterzeichnet wurden.
"Nicht jeder", so Wolfram Karl, Vorstand des Instituts für Völkerrecht an der Universität Salzburg, "muss diese Bestimmungen in ihrer ganzen Breite und Vielfalt kennen. Aber das Wissen, dass es sie gibt, ihre tragende Idee und das Bewusstein, dass jeder einmal ihrem Auftrag unterstellt und ihres Schutzes bedürftig sein könnte – das sollte Allgemeingut sein."

Im Anschluß an die Präsentation findet ein Hintergrundgespräch statt - Thema: "Wertkonflikt – konfliktwert: ‚Anleiten zum Streiten‘, Friedens- und Konfliktarbeit konkret – solidarisch, fair, gerecht und humanitär denken und handeln".
Podiumsgäste:Prof. Herta Eichtinger (DAK-Bundesreferentin des ÖJRK), Univ.Prof.Dr. Jean Luc Patry (Vorstand des Institutes für Pädagogik an der Univ. Slzbg.), Prof. Dr. Hubert Brenn (Dir. PÄDAK, Innsbruck und Leiter des diözesanen Studzentr. D. Diözese Innsbruck), Dr. Heinz Gruber (Sektionsl. BMUK, Bundesvorsitzender des ÖJRK) , MR, Dr. Christian Marte (Stv. Generalsekretär d. ÖRK), Dr. Anton Schmid (Jugendanwalt der Stadt Wien)

Weitere Informationen: Mag. Olga Kronsteiner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Generalsekretariat des ÖJRK, 0676/315 16 30 bzw. 01/589 00-175 od. e-mail: kronsteiner@redcross.or.at

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