IST98 - IT-Projekte 3 II) ,,IT for the Environment"

1) TEMSIS: Projektmanagement-Applikation für die Behörden und Bürgerinformationssysem in einem

TEMSIS - Transnational Environmental Management Support and Information System - stellt den Prototyp eines transnationalen Informationssystems für Behörden und Bürger dar. Es wurde im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes im deutsch-französischen Grenzgebiet Saarbrücken - Moselle - Est errichtet. TEMSIS dient dazu, sowohl den Entscheidungsträgern in den Behörden als auch den betroffenen Bürgern Informationen über die aktuelle Umweltsituation in ihrem Lebensraum zu liefern. Die hybridartige Grundstruktur von TEMSIS stellt für die Behörden die Plattform für Projektmanagement-Tätigkeiten dar, während es von der Bevölkerung als Bürgerinformationssystem genutzt werden kann. Die Vorteile: Wesentliche Entscheidungen der Behörden können damit schneller und mit deutlich mehr Transparenz getroffen werden -die Bürger sind jederzeit über den Stand der Dinge informiert.

Basis des Systems ist ein elektronisches Datenarchiv, in dem alle Informationen über die Umwelt und sie betreffende Maßnahmen und Planungen zusammenlaufen. Zu diesem Datenarchiv haben sowohl Beamte der regionalen Verwaltungen als auch die Bürger Zugriff. Für die Bevölkerung werden einerseits Informationskiosks in Ämtern eingerichtet, andererseits können diese die Informationen auch über das Internet abfragen. Der Zweisprachigkeit der Region wird Rechnung getragen, indem sämtliche Informationen in der jeweiligen gewünschten Sprache zur Verfügung gestellt werden. Die Begeisterung über dieses Informationssystem ist derart groß, daß nach Abschluß der Projektlaufzeit bereits Bestrebungen zur Weiterführung im Gange sind.

Am ARCS-Stand ,,IT for the Environment können sich die IST98-Besucher live via Internet in das System einloggen und die gleichen Informationen beziehen, die den Beamten und Bürgern der Region Saarbrücken - Moselle- Est zur Verfügung stehen.

TEMSIS ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen mehreren Projektpartnern: Neben den Austrian Research Centers haben der Stadtverband Saarbrücken, Ville de Sarreguemines, das Institut Superieur Franco-Allemand de Techniqué et d´Economie de Sarreguemines, das Deutsche Forscungszentrum für Künstliche Intelligenz, Siemens Nixdorf-Informationssysteme und SEII-Argopol mitgewirkt.

Info: Austrian Research Centers Informationstechnik & Telematik A-2444 Seibersdorf Tel.: 02254 780 3172 e-mail:it@arcs.ac.at http://www-temsis.dfki.uni-sb.de/

2) Austrian Ozone Network

Sowohl das Umweltbundesamt als auch die zuständigen Landesämter in den Bundesländern führen in ihren Verantwortungsbereichen eigene Messungen bezüglich der Ozonkonzentrationen durch. Die Nachteile dieser heterogenen Struktur: unterschiedliche Hard- und Systemsoftware, unterschiedliche Datenbanksysteme und Anwendungen sowie unterschiedliche Oberflächen. Die Herausforderung für die ARCS bestand daher darin, ein übergeordnetes Informationsnetzwerk zu etablieren, das einerseits die heterogene, föderalistische Struktur berücksichtigt und auf der anderen Seite einer bundesweit einheitlichen Meßmethode Vorschub zu leisten. Herzstück des neuen Meta-Informationsnetzes, dessen Zugang über das Internet erfolgt, ist ein Unix-Server mit einer einheitlichen Applikationsebene, die die ARCS sowohl beim Umweltbundesamt als auch bei den Landesstellen installiert haben. Das Österreichische Ozon Netzwerk hat internationalen Vorbildcharakter: Zum ersten Mal in Europa werden derart komplexe und verschiedene Datenstrukturen von einem übergeordneten Meta-System erfaßt. Die Stand-Besucher erwarten Live-Präsentationen der Web-Interfaces auf den Workstations.

Info: Austrian Research Centers Informationstechnik & Telematik A-2444 Seibersdorf Tel.: 02254 780 3172 e-mail:it@arcs.ac.at http://aflodv.ubavie.gv.at/

3) Computersimulationen von Luftverschmutzung ("Pannonisches Ozon Projekt")

Ein Simulationsmodell wurde entwickelt, das die atmosphärischen Prozesse bei der Bildung von troposphärischem Ozon mit Hilfe von Computerberechnungen auf UNIX-Workstations widerspiegelt, und für den Pannonischen Raum (nordöstliches Österreich und angrenzende Staaten) implementiert. Die in der Realität auftretenden Prozesse (Emission von Luftschadstoffen, Transport und atmosphärische Durchmischung, Deposition, chemische Umwandlung) wurden in einzelnen Modulen nachgebildet. Das Projekt umfaßte neben der Erstellung der einzelnen Module auch ein detailliertes Meßprogramm zur Validierung der einzelnen Module und des Gesamtprojektes. Erstmals ist es nun möglich, die Wirkungen potentieller Reduktionsszenarien der Emissionen von Vorläuferstoffen auf die Ozonkonzentration fundiert abzuschätzen. Am Stand werden die Durchführung und die Ergebnisse des Projektes als Videopräsentation vorgeführt (abwechselnd in deutscher und englischer Sprache, Dauer ca. 15 Min.). Projektpartner: Institut f. Meteorologie und Physik d. Univ. f. Bodenkultur, Wien; Umweltbundesamt Wien; Hydrometeorologische Institute Prag und Preßburg; Institut f. Umweltmanagement, Budapest; Joanneum Research (Videodokumentation)

(Schluß)

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