Kontrollen der NÖ Land- und Forstwirtschaftsinspektion:

Fast 2.500 Beanstandungen - 2.058 Unfälle, 11 endeten tödlich

St.Pölten (NLK) - Wie aus dem Bericht der NÖ Land- und Forstwirtschaftsinspektion für 1997 hervorgeht, wurden im Vorjahr insgesamt 938 bäuerliche Betriebe, Guts-, Forst- und Genossenschaftsbetriebe sowie sonstige landwirtschaftliche Einrichtungen mit über 5.500 Beschäftigten kontrolliert. Die Überprüfungen erstreckten sich dabei vorrangig auf die verwendeten Maschinen und Geräte, wo die meisten Mängel festgestellt wurden, die Gebäude und baulichen Anlagen sowie den Zustand der Elektroinstallationen. In Betrieben mit fremden Arbeitsplätzen gab es weiters eine Kontrolle der Dienstwohnungen, der sanitären Anlagen und der Lohn- und Urlaubslisten. Insgesamt wurden fast 2.500 Beanstandungen gemacht.

Wie notwendig diese Kontrollen in der Land- und Forstwirtschaft nach wie vor sind, zeigt die Unfallstatistik des Vorjahres. Zwar gehen die Unfälle mit Personenschäden und tödlichem Ausgang seit Jahren ständig zurück, dennoch ereigneten sich 1997 2.058 Unfälle, dabei kamen 11 Personen ums Leben. So stürzte beispielsweise ein Landwirt durch eine nicht gesicherte Strohlucke und starb. Ein weiterer Landwirt wurde bei Forstarbeiten von der Zugmaschine erdrückt. Tödlich endete auch ein Traktorunfall. Das Fahrzeug kam auf einer steil abfallenden und feuchten Wiese ins Rutschen, überschlug sich und begrub den Fahrer unter sich. Trotz aller Warnungen gibt es auch immer wieder Gärgasunfälle.

Die ständige Abnahme der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft hat zur Folge, daß immer weniger "Arbeitskraftreserven" in den Betrieben vorhanden sind. Ein einziger schwerer Arbeitsunfall in einem bäuerlichen Betrieb kann unter Umständen die ganze Existenz gefährden, begründet die Inspektion die Kontrollen, die sich auch mit Nachdruck für die Beseitigung der Mängel einsetzt.

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