Hostasch: AIDS bleibt eine tödliche Krankheit-

Bis Ende November 30 Aids-Tote in Österreich

Wien, 30. November 1998 (BMAGS).- Gesundheitsministerin Lore Hostasch legte anlässlich des morgigen Welt-Aids-Tages einen aktuellen Überblick über die Aids-Situation in Österreich vor. Bis Ende November ist im heurigen Jahr bei 76 Personen Aids ausgebrochen, 30 starben an der Immunschwächekrankheit. Bis Ende Oktober wurden österreichweit 275 HIV- Neuinfektionen verzeichnet. Österreichweit sind 5.460 Personen als HIV positiv registriert. Die Dunkelziffer wird auf 9.000 bis 15.000 Personen geschätzt. Insgesamt hat die Krankheit seit 1983 in unserem Land 1.168 Todesopfer gefordert. Gesundheitsministerin Lore Hostasch setzt weiterhin auf verstärkte Aufklärung. "Wir müssen uns bewusst sein, dass Aids immer noch eine tödliche Krankheit ist", erklärt die Gesundheitsministerin. Eine Informationskampagne speziell für Jugendliche soll für die Aids-Problematik sensibilisieren, Fakten über Übertragungsweisen des Virus aufzeigen und wirksame Schutzmöglichkeiten vorstellen. "Das Thema Aids ist auch heute noch vielfach tabu. Die Kampagne, die in der Sprache und im Design ganz auf die Lebenswelt der Jugendlichen abgestimmt ist, soll mithelfen, die oft bemerkbare Sprachlosigkeit im Umgang mit Aids abzubauen", erläutert Hostasch die Intention des Informationsprojekts.****

Seit Ende Mai werden an allen interessierten Schulen vom Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit den Aids-Hilfen in
ganz Österreich Folder verteilt, in denen in Comic-Form der Gebrauch von Kondomen als einzig wirksamer Schutz vor Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten thematisiert wird. Zusätzlich bieten die Aids-Hilfen österreichweit den Schulen Workshops an, in denen diese Thematik umfassend mit den
Jugendlichen aufgearbeitet wird. Damit wird gewährleistet, dass neben einer kurzgefassten Information auch eine vertiefende und damit nachhaltige Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen möglich wird.

Weiters läuft derzeit in zahlreichen Kinos ein Filmclip, in
welchem die Hip-Hop Gruppe "Texta" aus Linz die Notwendigkeit der Benützung eines Kondoms thematisiert.

"Speziell bei den Jugendlichen ist ein Mehr an
Aufklärungsarbeit notwendig, wie zuletzt eine Untersuchung des Ludwig Boltzmann Instituts im Auftrag des Gesundheitsministeriums gezeigt hat. Vor allem Jugendliche haben verstärkt Probleme, mit ihren Partnern über den Gebrauch von Kondomen und über Aids zu reden. Wir müssen Barrieren abbauen und deutlich machen, dass nur das Kondom und sonst nichts vor einer Ansteckung schützt. Hier darf es keine Tabus geben. Bei Aids geht es schließlich um Leben und Tod", unterstreicht Hostasch die Wichtigkeit aufklärender Maßnahmen.

"Generell ist der Wissensstand der Jugendlichen in Sachen Aids zufriedenstellend, bei wichtigen "Detailfragen", wie z.B. Übertragungsrisiken zeigen sich jedoch eklatante Informationsdefizite. Hier setzt unsere Kampagne an", erläutert die Gesundheitsministerin.

"Die Stagnation bei den HIV-Neuinfektionen und die Senkung der Sterblichkeitsrate durch die Erfolge der Kombinationstherapie dürfen nicht dazu führen, leichtsinnig zu werden und die Gefahren zu unterschätzen. AIDS ist nachwievor tödlich. Daher ist gerade die umfassende Information der Jugendlichen wichtig, um mögliche Neuinfektionen zu verhindern", erklärt Gesundheitsministerin Hostasch abschließend.

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