Tiere als Weihnachtsgeschenk?

Wien (OTS) - Das Tierhilfswerk Austria warnt vor lebenden "Überraschungspaketen"! =

Weihnachten steht vor der Tür und viele Kinder
wünschen sich ein süßes, lebendes Kuscheltier. Jedes Jahr landen aber Tausende von "Überraschungstieren" in überlaufe-nen Tierheimen, wo sie sehnsüchtig auf einen neuen Besitzer warten.

Tiere sollten niemals eine Überraschung sein. Bevor Sie jemandem ein Tier schenken, sollte die Anschaffung eines Heimtieres vorher gut durchdacht werden:

- ob das Tier überhaupt für eine Wohnung bzw. dem Familienstand (Kinder) entsprechend geeignet ist,

  • ob man genug Zeit hat, das Tier optimal zu be-treuen,
  • ob jemand in der Familie an einer Allergie gegen Tierhaare leidet,
  • ob für eine Unterbringung im Urlaub Sorge getragen werden kann.

Für die Haltung als Haustier empfehlt das THWA nur Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Ratten. Die artgerechte Haltung von Exoten und Wildtieren, wie Papageien, Wellensittiche, Reptilien, Streifenhörnchen, Chinchillas, Frettchen und Spinnen, ist problematisch. Daher ist die private Haltung solcher Wildtiere abzulehnen. DI Meg Verhees, Heimtierreferentin des THWA: "Aus tierschützerischer Sicht sollte man den Handel mit Exoten und Wildtieren nicht unterstützen. Diese Tiere sind fast immer Wildfänge, von denen nicht einmal 10% den brutalen Fang und den stunden- bzw. tagelangen Transport überleben."

Hat man sich nun für ein Heimtier entschieden, sollte man sich zuerst an ein Tierheim wenden und sich nach den von ihren letzten Besitzern im Stich gelassenen Tieren erkundigen. Auch deutlich formulierte Anzeigen in einer "Tierecke" in Zeitschriften bzw. Zeitungen versuchen Tiere zu vermitteln, die ein neues Zuhause suchen. Vorsicht aber bei unklaren Annoncen in Tageszeitungen! Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Um sicherzugehen, daß man durch den Kauf eines Hundes den grausamen Hundehandel nicht unterstützt, sollte man niemals bei "Züchtern" kaufen, die mehr als eine Rasse anbieten und sich von Tierfachhandlungen fernhalten, die Hunde und Katzen anbieten."

Unwissenheit kann zu bösen Überraschungen führen. Sich Fachliteratur kaufen und sich weitgehend über die Bedürfnisse des Tieres informieren, heißt die Devise. "Um zu vermeiden, daß nach der ersten Euphorie das Tier ein elendes und langweiliges Leben führen muß oder sogar in einen Tierheim abgeschoben wird, sollte sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen ein starkes Bewußtsein geschaffen werden, um die volle Verantwortung für die Tiere zu übernehmen. Und das ein ganzes Tierleben lang!", meint DI Meg Verhees.

Als Alternative für Tiere als Weihnachtsgeschenk bietet das THWA den Kindern eine kostenlose Mitgliedschaft beim Adleraugenclub und die damit verbundene Patenschaft für eine frischgeschlüpfte Meeresschildkröte in Griechenland an.

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