Liberale NÖ: Spitalswesen wird nicht ernsthaft diskutiert

Steiner Bettenabbau und Rufbereitschaft darf nicht die Lösung sein

Wien (OTS) - "Die sogenannte Strukturreform von ÖVP und SPÖ geht völlig am Problem vorbei. ", kommentierte heute die liberale Landessprecherin Liane Steiner die aktuelle Diskussion: Bettenabbau und Rufbereitschaft darf nicht die Lösung sein, appelliert die Liberale an die verantwortlichen LandespolitikerInnen.***

Das Krankhauswesen braucht eine grundlegende Strukturreform und dringendst eine "Entparteipolitisierung". Personalaufstockung ist keine Lösung, eine Personalumschichtung aber dringend notwendig," so Steiner. "Dazu bedarf es aber auch einer Umstrukturierung beim Personal, nämlich weniger bei den organisatorischen Aufgaben und dafür mehr für die medizinischen Aufgaben. Dieses Einsparungspotential bedeutet z.B. derzeit in Mödling eine Reduktion um ca. 17% (lt. der von NÖGUS in Auftrag gegebenen Studie eines Hamburger Insititutes). Das beweist, mit einer Modernisierung des Krankenhauswesens ist auch eine erhebliche finanzielle Einsparungen zu erreichen, die das Budget sogar entlasten würden.

"Bettenreduktion bringt überhaupt nichts, nur die Zusammenlegung von Fachabteilungen innerhalb einer Region ist eine sinnvolle Möglichkeit (z.B. KH Gmünd hat nur 130 Geburten im Jahr. Man könnte diese Abteilung auf die KH Zwettl und Waidhofen aufteilen, Kosten einsparen und gleichzeitig bessere Versorgung garantieren).

Ferner muß das Land NÖ sein Krankenhaus-Organisationsgesetz ändern, damit einewirtschaftliche Betriebsführung möglich wird. D.h. ein administrativ-kfm. verantwortlicher Direktor mit einem vollberechtigtem Stellvertreter muß etabliert werden, wobei die medizinischen Bereiche (Ärzte- und Pflegedienst) als fachlich beratende Stabstellen zugeordnet sind. Derzeit sind Führung und Kompetenzen auf drei gleichberechtigte DirektorInnen aufgeteilt, weshalb sich niemand wirklich verantwortlich fühlt - wohl auch nicht verantwortlich fühlen kann", so Steiner weiters.

Außerdem tritt die Liberale für ausgabenseitige Sparmaßnahmen und Umschichtungen im Budget ein. "Die Gesundheit ist ein Bereich, in dem man mit Sparmaßnahmen, welche die Versorgung beeinträchtigen, nicht leichtfertig umgehen darf. Es gibt aber genügend Budgetposten wie z.B. Verwaltung und Kammerbeiträge, wo Einsparungen vorgenommen werden könnten".

"Wir NiederösterreicherInnen sind von der Unfähigkeit der NÖ-Gesundheitspolitik besonders betroffen, denn bei uns fehlen derzeit über 140 Spitalsärzte und wenn das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz keine Übergangsbestimmungen mehr zuläßt, dann wird der Mangel auf 279 Ärzte hinaufschnellen", warnt Steiner vor den Folgen der bisherigen NÖ-Krankenhauspolitik.

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