VP-Klucsarits: Svihaleks Ankündigungspolitik ist umweltschädlich

Svihalek soll ÖVP-Vorschläge endlich umsetzen

Wien (ÖVP-Klub) Vor einer "internationalen Blamage Wiens" warnte heute der Umweltsprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Rudolf
KLUCSARITS, bei seiner Pressekomferenz. "Wenn Verkehrsstadtrat Svihalek nicht umgehend zu handeln beginnt, wird Wien die Torontoziele und die Vorgaben des Klimaschutzbündnis mit
Sicherheit nicht erreichen," stellte KLUCSARITS fest.***

Wien hat sich im Klimaschutzbündnis verpflichtet den CO2 Ausstoß bis ins Jahr 2010 zu halbieren. Dieser Wert - so der ÖVP-
Politiker - sei beim derzeitigen Emmissionsstand unmöglich zu erreichen. KLUCSARITS verwies in diesem Zusammenhang auf
zahlreiche Forderungen der Wiener ÖVP, die "dem Herrn Verkehrsstadtrat seit Monaten bekannt sind." Stadtrat Svihalek
sei nun ernsthaft und dringend gefordert sich einmal ernsthaft
mit der Materie auseinanderzusetzen und nicht ständig nur Dinge anzukündigen, die er nicht einhalten kann.

KLUCSARITS verwies auf das - von der ÖVP vorgeschlagene -
Programm zum Tausch von Heizkesseln. Durch Geräte neuer Bauart ließe sich hier ein Einspareffekt von bis zu 30 % leicht verwirklichen. Tatsache sei aber derzeit, daß 70 % der
Heizkessel in Wien mehr als 15 Jahre alt sind. "Hier muß die
Stadt Wien, in Zusammenarbeit mit den städtischen Energieversorgern, Hilfestellung leisten", forderte KLUCSARITS.

Ein weiterer wichtiger Punkt müsse der verstärkte Einsatz von Biomasse als Brennstoff sein. "Nicht einmal in der Großstadt
Wien gibt es einen seriösen Grund, der gegen die Verwendung von Holz als Brennstoff für Heizungsanlagen spricht", erklärte der VP-Umweltsprecher. Dieser Rohstoff sei einerseits erneuerbar und andererseits im Überfluß vorhanden. Die Verbesserungen in der Holzverbrennungstechnik hätten bewirkt, daß die neuen Holzöfen nahezu kein CO2 mehr ausstoßen.

Utl.: Fuhrpark der Stadt Wien soll mit Biodiesel fahren

Als konkrete Maßnahme forderte KLUCSARITS die Errichtung einer Anlage, die Altöl in Biodiesel umwandelt. Mit diesem Biodiesel sollen die Fahrzeuge der Stadt Wien und des Bundes versorgt
werden. "Die Stadt Wien hätte hier die einmalige Chance mit
gutem Beispiel voranzugehen", meinte KLUCSARITS. Es gebe zwar
schon drei Fahrzeuge der MA 48, die mit Biodiesel unterwegs
sind, das sei aber - angesichts des riesigen Fuhrparks der Stadt Wien - bei weitem zuwenig.

KLUCSARITS: "Das absurde ist, daß Österreich bei der Biodieseltechnologie führend ist und dieses Know-how in die
ganze Welt exportiert aber offensichtlich gilt der Prophet im eigenen Lande nicht." Allein durch die Zulieferzusagen von zahlreichen Lebensmittelfirmen könnte man mit diesem Altöl
mehrere tausend Tonnen Biodiesel herstellen, österreichweit wäre allein mit den Altölbeständen eine Treibstoffproduktion von fast 80.000 Tonnen möglich.

"Wir von der Wiener ÖVP erwarten uns, daß Stadtrat Svihalek nun endlich zu handeln und mit uns zu verhandeln beginnt, damit sich Wien nicht international blamieren muß, wenn es die Torontoziele (CO2 Reduktion um 20 % bis 2005) nicht erreichen sollte," so der ÖVP-Umweltsprecher abschließend.****

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