ARBÖ-Niederösterreich: Ausbau des hochrangigen Straßennetzes in Niederösterreich

Rasche Einführung des Lkw-Roadpricing

NÖ, 27.11.1998 - "Mobilität ist Leben. Mobilität ist Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Entwicklung. In Folge der gestiegenen Mobilität in allen Bereichen erwarten Fachleute einen enormen Anstieg des Verkehrsaufkommens. In den kommenden 15 Jahren wird der Personenverkehr, aber auch der Güterverkehr um rund 80 Prozent zunehmen. In Niederösterreich kommt dem Aus- und Aufbau einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur deshalb eine zentrale Rolle zu. Die Straßeninfrastruktur muß den Erfordernissen angepaßt werden und eine teils in die falsche Richtung gehende Entwicklung korrigiert werden. Verkehrspolitik für Niederösterreich muß im europäischen Verbund im Interesse der Pendler, der Berufsfahrer, der Arbeitsplätze, der Standortqualität und der Konkurrenzfähigkeit der ansässigen Wirtschaft gesehen werden. Die Menschen sehen sich laufend mit einem erhöhten Mobilitätserfordernis konfrontiert - niemand fährt beispielsweise zum Spaß immer weiter zu seinem Arbeitsplatz", stellt der Präsident des ARBÖ-Niederösterreich, Max Strache, anläßlich der heute stattfindenden ARBÖ-Landesvorstandssitzung fest.****

"Die Versäumnisse der Vergangenheit in Niederösterreich müssen so rasch als möglich bereinigt werden. Mehr als 10 Jahre ist in Niederösterreich auf dem Verkehrssektor wenig passiert. Lückenschlüsse im hochrangigen Straßennetz fanden praktisch nicht statt, wichtige Ausbaumaßnahmen und Modernisierungen - dritte Spur auf der Westautobahn, vierte Spur auf der Südautobahn - blieben unverwirklicht", so Strache. Niederösterreichs Landesverkehrsreferent LH Erwin Pröll ist offensichtlich nicht in der Lage, die Interessen Niederösterreichs bei Wirtschaftsminister Farnleitner, der im Bund für den Straßenbau verantwortlich zeichnet, durchzusetzen.

Die wichtigsten Vorhaben, die zur Verwirklichung anstehen, sind die Nordautobahn im Weinviertel, die Wiener Südumfahrung B 301, der vierspurige Ausbau der Südautobahn bis Wiener Neustadt, der dreispurige Ausbau der Westautobahn - und zwar aufgrund der Verkehrssicherheit vollwertig mit einem durchgehenden Pannenstreifen - sowie die Realisierung der Wiener Ostumfahrung mit einer sechsten Donaubrücke östlich von Wien. Für den Zentralraum Niederösterreichs sind die neue Donaubrücke bei Traismauer und die Verlängerung der S 33 - die S 34 bzw. B 334 - hochrangige und wichtige Projekte. Ein vierspuriger Ausbau der Bundesstraße 3 zwischen Tulln und Krems, ein dreispuriger Ausbau der Ostautobahn A 4 und die Realisierung der Spange Kittsee ergänzen die wichtigsten Forderungen des ARBÖ-Niederösterreich für ein umfassendes Verkehrs-Ausbauprogramm. "Landeshauptmann Pröll und Minister Farnleitner müssen endlich handeln", so der nö. ARBÖ-Präsident.

Für den öffentlichen Verkehr ist anzumerken, daß parallel zu den wichtigsten Straßenverkehrsinfrastrukturmaßnahmen der öffentliche Verkehr attraktiver, schneller und bequemer zu gestalten ist. Durch eine Beibehaltung des derzeitigen Standards bzw. durch eine weitere Schwächung des öffentlichen Personenverkehrs entstünde nämlich auch ein Anreiz zur Verteuerung des Verkehrs auf der Straße. Dieser Entwicklung erteilt der ARBÖ-Niederösterreich eine entschiedene Absage. Hier ist ein akzeptabler Mittelweg einzuschlagen - gegen den Stau auf dem hochrangigen Straßennetz mit parallelen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. "Weiters stellt der ARBÖ-Niederösterreich klar, daß zur Erzielung von Kostenwahrheit im Straßenverkehr die rasche Einführung des Lkw-Road-Pricings unabdingbar ist. Während der Individualverkehr über Gebühr belastet wird und seine Kosten selbst trägt, wird der Lkw-Verkehr durch die Abgaben der Autofahrer quersubventioniert", so Präs. Max Strache abschließend.

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