AK / ÖGB-NÖ ERÖFFNEN KONTAKTBÜRO FÜR GEWERKSCHAFTEN IN BRÜNN

Laufende Vertiefung der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit mit Südmähren

Wien (ÖGB-NÖ) Die Eröffnung des Kontaktbüros der AK und des ÖGB-NÖ in Brünn am 3. Dezember bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der laufenden Vertiefung der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit mit Südmähren, die bei der ÖGB-Landeskonferenz 1990 eingeleitet wurden, und soll zur Drehscheibe und zum Kern des Informationsnetzwerks für gewerkschaftliche Zusammenarbeit werden. Ziel dieser engen Kontakte und des intensiven Erfahrungsaustauschs ist es, die arbeits- und sozialrechtlichen Bedingungen im ehemaligen Osten zu verbessern und den dortigen Arbeitnehmern die Erfahrungen der erfolgreichen Arbeitnehmerpolitik von AK und ÖGB-NÖ zur Verfügung zu stellen. Denn dem international agierenden Kapital muß eine entsprechend starke Interessensvertretung der Arbeitnehmer gegenübergestellt werden, damit die Menschen vom wirtschaftlichen Fortschritt profitieren und Wohlstand als Grundlage des inneren wie Äußeren Friedens geschaffen werden kann. Denn Menschen sind wichtiger als Aktien.

Ausgehend von der ÖGB-Landeskonferenz 1990 entwickelten sich erste Kontakte mit den neuen Gewerkschaften in Brünn und aus der Region Südmähren. Vom 23. bis 27. Jänner 1991 besuchte fand ein erstes Kontaktseminar mit Vertretern von AK und ÖGB-NÖ in Niederösterreich statt, dem vom 15. bis 17. April ein Informationstreffen in Brünn folgte. Unter dem Motto "Es ist nicht alles Gold was glänzt" fand dann am 8. Oktober 1991 eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit Experten der AK und des ÖGB-NÖ an 5 markanten Plätzen in Brünn statt. Im September 1992 wurden in Brünn und Neuhaus in Südmähren zwei Gewerkschaftsschulstandorte errichtet, die vom Bildungsreferat des ÖGB und dem BFI-NÖ betreut werden. Im August 1994 folgte ein eintägiges Seminar in Brünn, an dem über 40 Betriebsräte aus Niederösterreich teilnahmen.

Gründung der ARGE Südmähren

1995 fanden bilaterale Gespräche über die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft niederösterreichischer und südmährischer Gewerkschafter statt, in Rahmen derer die Grundlagen der Zusammenarbeit entworfen wurden, und am 25. April 1996 erfolgte schließlich die Vorstellung und Unterzeichnung des Grundsatzpapiers über die Zusammenarbeit zwischen dem ÖBG-NÖ, der AK-NÖ und den tschechischen Gewerkschaften. Schwerpunkte der Zusammenarbeit der ARGE Niederösterreich / Südmähren sind etwa eine jährliche Länderkonferenz, die Schaffung einer bilateralen Kontaktgruppe ( der sogenannten Zehnerkommission ), die viermal jährlich tagt, und die Installierung von gemeinsamen Arbeitsgruppen für Wirtschafts- und Sozialfragen, die im Auftrag der Zehnerkommission spezielle Aufgaben bearbeiten. Die erste Sitzung der Zehnerkommission folgte bereits am 4. Juni in der AK-NÖ, die ersten der Arbeitsgruppen Wirtschaft und Soziales am 25. Juni in Breslaw.

Der Weg zum Kontaktbüro

Nach regelmäßigen Treffen sowohl der Zehnerkommission als auch der beiden Arbeitsgruppen und eines gemeinsamen Seminars von Berufsschullehrern aus Südmähren und Niederösterreich im Rahmen der Sommerakademie der AK und des ÖGB-NÖ in Gaming vom 6. bis 11. Juli 1997 fand am 9. September 1997 die erste gemeinsame Länderkonferenz der ARGE Südmähren / Niederösterreich im Regierungsviertel in St. Pölten statt. Von Oktober 1997 bis Oktober 1998 fanden vier weitere Treffen der Zehnerkommission statt, im Rahmen derer Fragen der EU-Osterweiterung, der Europapolitik und gewerkschaftliche Fragen erörtert und die Errichtung des Kontaktbüros konzipiert. Das vom BFI-NÖ errichtete Kontaktbüro wird am 3. Dezember, im Rahmen der 2. Länderkonferenz der ARGE Südmähren / Nieder-österreich, in Brünn eröffnet.
(Schluß)nk/wb

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Windmühlgasse 28
1060 Wien
Tel.-Nr.: 01/586 21 54ÖGB-NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN