Maderthaner: "Mittelstand wirksam entlasten"

Auch Steuerlast der leitenden Angestellten muß spürbar reduziert werden - Klares Nein zur Wertschöpfungsabgabe

Wien (PWK) - "Im Zuge der Steuerreform 2000 soll es nicht nur zu einer echten Steuerentlastung der kleinen Einkommensbezieher, sondern auch zu einer wirkungsvollen Entlastung des gesamten Mittelstandes kommen," erklärte WKÖ-Präsident Leo Maderthaner anläßlich des heute, Donnerstag, vorgelegten Endberichtes der Steuerreformkommission. "Obwohl ich vor allem die Interessen der Wirtschaft im Auge habe, plädiere ich nachdrücklich dafür, daß ab 1. Jänner 2000 auch die Steuerlast der leitenden Angestellten spürbar reduziert wird. Eine jährliche Steuerentlastung von 260,- Schilling, wie sie Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer vorgeschlagen haben, hielte ich für eine Beleidigung der leistungsfähigsten Mitarbeiter unserer Betriebe," sagte Maderthaner. ****

Sollte es an Bedeckungsvorschlägen für eine wirkungsvolle Steuerreform fehlen, müsse der Bund durch Ausgabensenkungen für das nötige Steuerreformvolumen sorgen.

Zufrieden zeigte sich der WKÖ-Präsident, daß das von ihm zuletzt geforderte Sechs-Punkte-Programm zur Steuerreform Eingang in die Überlegungen der Steuerreformkommission gefunden hat. Damit käme es zu "zukunftsorientierten Anreizen zur Verbesserung unserer Wirtschaftsstruktur, die wir alle wollen". Mit der verbesserten Eigenkapitalbildung in den Unternehmen, der Intensivierung von Ausbildung und Forschung, dem Wegfall der betrieblichen Erbschaftssteuer und der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge würden neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung gesetzt werden.

"Ich danke der Steuerreformkommission auch dafür, daß sie eine Fülle von Vereinfachungs- und Entbürokratisierungsmaßnahmen vorgeschlagen hat. Besonders positiv bewerte ich den Kommissionsvorschlag, der die Abschaffung der 13. Umsatzsteuervorauszahlung vorsieht. Mit Genugtuung nehme ich zu Kenntnis, daß die Steuerreformkommission sich von dem Vorschlag nach einseitiger Aufhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung zu Lasten der Dienstgeber distanziert hat," lobte Maderthaner die Arbeit der Steuerreformkommission.

Ein klares Nein sagte Maderthaner namens der Wirtschaft zur Idee einer Wertschöpfungsabgabe, die auch Abschreibungen, Gewinne und Fremdkapitalzinsen in die Bemessungsgrundlage einbezieht. "Das würde unserem Ziel, den Standort Österreich attraktiver zu machen, massiven Schaden zufügen." Würde man die Wertschöpfungsabgabe so einführen, wie Gewerkschaft und Arbeiterkammer es wollten, dann wäre das eine "Technologie- und Wachstumsbremse und damit eine Gefährdung bestehender Arbeitsplätze".

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