Agenda-Strukturvorschläge

Diskussion zu den Chancen für den ländlichen Raum

St.Pölten (NLK) - Gestern fand in St.Pölten ein von der NÖ Landesakademie veranstaltetes Diskussionsforum "Die Agenda-Strukturvorschläge - Chancen für den ländlichen Raum?" statt. Hochrangige Experten wie Dr. Elisabeth Philips-Slavkoff (Direktorin der GD 16, Europäische Kommission, Brüssel), Univ.Prof. Dr. Reinhard Rack (Abgeordneter zum Europäischen Parlament), Dr. Vera Kolekova (Generalsekretärin des Ausschusses für die Zusammenarbeit mit NÖ, Brünn) und Dipl.Ing. Rupert Huber (Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs) diskutierten dabei die Reform der EU-Strukturfonds nach 1999. Die niederösterreichischen Positionen wurden dabei von Dr. Gerhard Silberbauer, zuständiger Gruppenleiter beim Amt der NÖ Landesregierung (in Vertretung von Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka), und Dkfm. Theodor Krendelsberger (Hauptgeschäftsführer der NÖ Betriebsansiedlungsgesellschaft Eco Plus) vertreten.

Silberbauer verwies in diesem Zusammenhang auf das regionalpolitische Faktum ausgedünnter Arbeitsmärkte. Daß nach derzeitigem Stand in Niederösterreich nur das Wald- und nördliche Weinviertel in diesem Szenario als Ziel 2-Gebiete definiert seien, sei erschütternd. Das vom Land gegenüber dem Bund und Brüssel geforderte integrierte Maßnahmenpaket und das landeseigene "Fitness-Programm" hätten sich zum Ziel gesetzt, Verschärfungen der regionalen Situation im Zuge der EU-Erweiterung entgegenzuwirken. Zusätzlich zu dem Lobbying, das etwa Landesrat Sobotka nächste Woche in Brüssel betreiben wolle, bedürfe es auch defensiver Maßnahmen wie z.B. Übergangsregelungen. Bei dem derzeit vorherrschenden Lohn- und Energiekostengefälle sowie dem Sozial- und Umweltdumping sei jede Wettbewerbsgleichheit ausgeschlossen.

Krendelsberger forderte in seinem Statement regionales Marketing und regionales Management. Als regionalpolitische Offensivfelder nannte er dabei Gründungsinitiativen wie die Regionalen Innovationszentren, ein "Upgrading" bestehender Unternehmen, Betriebsansiedlungen mit gleichzeitiger Standortprofilierung sowie Initiativen bei der Aus- und Weiterbildung und bei Forschung und Entwicklung. Gefordert dabei sei nicht nur die Politik auf allen Ebenen, sondern auch Kammern und Verbände bzw. alle BewohnerInnen der Regionen.

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