Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Bauern

Blochberger: Vorsteuerpauschale anheben, Dieselpreis senken

St.Pölten (NLK) - Um die heurigen u.a. durch die Schweinekrise und rückläufige Förderungen bedingten Verluste in der Landwirtschaft zu kompensieren, müssen nach Ansicht von Agrar-Landesrat Franz Blochberger raschest Maßnahmen gesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Bauern zu stärken. Es sei dringend nötig, die Vorsteuerpauschale von derzeit 10 auf mindestens 12 Prozent zu heben. Durch die zu niedrige Vorsteuerpauschale fehlten der heimischen Landwirtschaft seit dem EU-Beitritt jährlich 1,5 Milliarden Schilling.

Während in anderen EU-Staaten regelmäßig eine Anpassung der Pauschale vorgenommen werde, hat sich in Österreich seit dem EU-Beitritt die Vorsteuerbelastung der Landwirtschaft wegen der stark gesunkenen Produktpreise zwar deutlich erhöht, eine Anpassung ist jedoch in den letzten drei Jahren nicht erfolgt. Dadurch entstehe jährlich eine Umsatzsteuerlücke in der Höhe von 1,5 Milliarden Schilling zu Lasten der Bauern.

Blochberger kritisiert weiters den im EU-Vergleich extrem hohen Dieselpreis für die Landwirtschaft. In anderen EU-Staaten wie Belgien oder Frankreich gebe es Vergünstigungen für Diesel in der Landwirtschaft. Belgische Bauern zahlen 2,10 Schilling für einen Liter Diesel, während österreichische ein Mehrfaches hinlegen müssen. "Wenn die heimischen Bauern weiterhin international mithalten wollen, müssen wir ihnen optimale Betriebsbedingungen bereitstellen und die Wettbewerbsnachteile endlich abbauen. Auch bei der längst fälligen Ökologisierung des Steuersystems müssen die Anliegen der Bauern Berücksichtigung finden", betont Blochberger.

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